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M113 APC
 (Armored Personel Carrier/Mannschaftstransportwagen)
RC-3D gedruckter Bausatz von DKLMRC
© Thorsten Schrecke 2024

M113A3-01.jpg

Zum Modell

Der M113A3 APC Bausatz von DKLMRC ist ein fast vollständig im 3D Druck gefertigter Bausatz der letzten/aktuellsten Version einer langen Reihe von M113 Typen. Der Kit kam vormontiert, aber nur die "großen" Teile. Alle Anbauteile und Details sind als Teilesammlung beigelegt. In Ermangelung einer originalgetreueren Kette, ist dem Kit eine Heng Long Panzer III/IV Kunststoffkette beigelegt, welche eigentlich ihren Zweck voll erfüllt. Das Modell beinhaltet außerdem einen gekapselten Getriebeblock mit Motoren, sowie einen Antrieb per Motor für die Kommandantenkuppel und einen Servo mit Anlenkgestänge für die Heckklappe.
Baut man die M113A3 Version muß man die Bauteile nur versäubern, anschleifen, lackieren und endmontieren. Der Rest ist Elektronikeinbau und Alterung/ Aufrödeln.
Das war mir nicht nur zu wenig, es paßte auch nicht zu meinem gerade fertiggestellten M103A2 in MASSTER Tarnung. Ich wollte den M113 eigentlich in seiner Ur-Form wie er in den 1960er zur Truppe kam. Mehr noch, ich wollte ihn so wie er damals auf unserem örtlichen Kasernengelände stand!

Bei meiner Recherche entdeckte ich die Internetseite:

http://www.usarmygermany.com

Eine Seite auf der man sehr viele Informationen zu den Aktivitäten der US Armee in Europa findet und die Modellbauern sehr viele interessante Infos liefern kann.
Hier fand ich auch Bilder die GI's von der Coleman Kaserne in Gelnhausen im fraglichen Zeitraum gemacht hatten. Diese zeigten ettliche M113 in grellen MASSTER Anstrichen (siehe weiter unten) und mir so alle Infos zum Um-/ Rückbau auf die Urversion lieferten.

Zum M113 ist zu sagen, daß er nicht der Erste seiner Art war, sondern einige Vorgänger hatte, wie z.B. den M59 der fast gleich aussah. Der M113 jedoch entwickelte sich fast wie ein Tier in einer schier endlosen Evolution zu neuen Versionen und Unterarten. Er ist der meistgebaute Schützenpanzer und wird in sehr vielen Ländern noch heute gefahren. Die US Armee hatte das leichte Fahrzeug in großen Stückzahlen für den Vietnam Krieg produzieren lassen und danach viele davon umgerüstet und/oder modifiziert.
Generell soll der M113 nur Soldaten zum und vom Schlachtfeld transportieren. Seine Hülle aus Aluminium ist nur ein Splitterschutz. Die Urfassung des M113 konnte eine AK47 oder ein G3 durchschießen, was das Fahrzeug zu einer Todesfalle machte. Außerdem war das Urmodell untermotorisiert, was mit der A1, A2 und A3 Version ebenso verbessert wurde wie der Splitterschutz.
Schlußendlich gibt es heute derart viele Unterarten, Umbauten und Modifikationen, das man ein Modell eigentlich nur noch anhand guter Fotos originalgetreu nachbauen kann.
Genau das mache ich hier. Ich habe mir die passenden Fotos von der Internetseite geholt und sie genau studiert, bis ich sie halbwegs verstanden hatte und dann kam der wirklich harte Teil. Ich mußte die perfekt gedruckten Bauteile des Kits zerschneiden, zusägen und umbauen. Bei fast 1000,-Euro
Kosten für das Modell ein gewagter Schritt, denn ich nur geübten Modellbauern empfehlen kann.
Wie das genau geht könnt Ihr hier nachlesen.

Der Bausatz


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So kam der Kit an, mit fertig montiertem Chasis und Beutelchen mit Kleinteilen.Die Oberseite mit geöffneten Lukendeckeln
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Linke Seite mit Kleinteilen im Vordergrund Das schwarze sind Schrauben, mit denen die Seitenwand und die Kettenschürze befestigt sind.
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Das A3 Schwallbrett ist dicker und innen hohl.Von außen ist die Heckklappe seit dem Urtyp fast unverändert.
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Die Metallstangen dienen der Versteifung des RahmensDer Motor mit Getriebeblock und Lüfter.
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Die Hecktür läßt sich öffnen und gibt den Blick auf den Servo für den Heckklappenantrieb frei.Die Hecköffnung hat noch die Stützstreben eingebaut, die später entfernt werden.
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Neben den Lasergeschnittenen Metallzahnrädern kommen auch gedruckte Zahnräder mitDie Rauch-/Nebelwerfer werden beim M113 nicht benötigt.
Sie kamen erst am A2 in Gebrauch.
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Beim A3 sitzen die Lampen auf einer gesonderten MetallplatteDie Schützbügel für die Antennenpole sind an allen Modellen.
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Schekel und Scharnierelemente des SchwallbrettDie externen, gepanzerten Tanks gab es erst beim A3.

Der Bausatz kommt, wie auf dem ersten Bild oben zu sehen, schon vormontiert, was der Stabilität beim Transport um die halbe Welt dient und einiges an Arbeit spart. Leider fehlte auch hier eine Bauanleitung, die man mir aber auf Nachfrage als Zip-Datei in Form von 3D-Computergrafiken zukommen lies. Diese kann man mittlerweile auch direkt auf der Seite des Shops herunterladen, was vieles sehr vereinfacht.
Allerdings sei darauf hingewiesen, das es sich offensichtlich nicht um die letzte Version des Bausatz Designs handelt, da sich einige Teile noch geändert haben oder so nicht vorhanden sind. Besonders schade ist, daß die Auspuffanlage, die in den Plänen noch als Einzelteile anmontiert werden soll, in meinem Modell bereits angedruckt ist, was mir den Umbau, wie unten zu sehen, etwas verkomplizierte.
Auch die Seitenwände wurden abweichend von der Grafik aufgebaut. Bei meinem Modell werden die seitlichen Platten an die Außenwand geschraubt und verdecken dadurch die Befestigungspunkte der Metallstreben, welche zur Stabilisierung dienen.
Der restliche Bausatz ist perfekt und bedarf nur minimaler Überarbeitung, wenn man ihn einfach als A3 Version bauen möchte.

Da das Fahrzeug als RC-Modell ausgelegt ist, beschränkt sich der Innenraum auf die für den Betrieb nötigen Einbauten, wie Getriebe-/Motor-Einheit Turmantrieb und Heckklappenservo.
In der Öffnung der Rückwand befindet sich ein Stützstrebenkreuz, welches wohl der Stabilisierung dienen soll, aber natürlich beim Öffnen der Rampe etwas irritiert.
Ich habe dieses direkt mal entfernt, da ich annehme, daß die Belastung bei dem würfelförmigen Fahrzeug eher gering ist. Sollte sich herausstellen das hier eine Versteifung nötig wird, kann man diese noch nachträglich nachrüsten.

Die Kette des M113 wurde dem Panzer III/IV von Heng Long entliehen, da die Maße stimmen kein Problem. Das Antriebszahnrad gibt es zweimal. Einmal als 3D gedrucktes Teil und dann noch als Nylonkern mit lasergeschnittenem Zahnkranz aus Edelstahl. So kann man entweder eine Standmodellversion bauen oder eine RC-Version, die auch mit der Metallkette läuft!


Der M113 Urtyp Umbau

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Hier sieht man die Oberseite und die Auspuffanlage. Sie besteht nur aus einem einfachen Rohr. Dahinter ist nur ein Auslass für die Innenraumheizung. Beim A3 gibt es dahinter noch den Einlass für die Heizung!Gute Frontansicht mit neu montierten Schwallbrett. Austauschteile waren meist schwarz und wurden dann farblich angepaßt. Da die Schwallbretter aus Holz waren sind sie häufiger ausgetauscht worden.
Beachte die Beleuchtung ist direkt an der Wanne montiert!
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Die Ansicht noch mal direkt aus dem Handbuch.An der Rückseite wurden außen nur Wasserkanister angebraucht.
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Die Rücklichter sind die Standardleuchten.
Darüber befindet sich ein U-förmiger Schutzbügel.
Beachte: Rechts oben ist ein AC-Anschluß eingezeichnet
Das ist die Rückansicht der Urversion.
Beachte den linken Kotflügel.
Beachte: Hier fehlt der AC-Anschluß rechts oben!
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Die im linken Schutzblech eingearbeitete Ablaßrinne für den Sprit kam erst später auf. Beim Ur-Typ ist das Blech hier noch gerade.Der Hebelmechanismus für das aufstellen des Schwallbrettes ist bei allen Typen gleich.
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Zuerst muß der bestehende Auspuff minimalinversiv entfernt werden.Dann wird ein passgenaues Loch für den neuen Auspuff gefräßt.
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Vom Gitter wird ein Abruck genommen um den fehlenden Teil zu ersetzen.Das Loch zuerst maßgenau feilen, dann das Gitterstück sauber einpassen und von unten verkleben.
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Aus der Abdeckung wird der Bereich an dem die Beleuchtung sitzt ausgeschnitten und passgenau zugefeilt.Von hinten wird eine PS-Platte eingeklebt, die exakt die Ecke ergänzt.
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Innen etwas überstehen lassen. Das gibt mehr halt.Nun wird der hintere der Heizungsauslässe entfernt.
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Aus einen Kunststoffrohr für Blumen mit ø 6mm wird der Auspuff gebogen. Dabei hilft eine passende Feder aus einen Kugelschreiber.
Sie verhindert, daß das Rohr einknickt. Später kann sie entfernt werden.
Rechts ist die Beleuchtung schon installiert. Vorne links kommt als nächstes dran.
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Dazu die markierte Fläche vorsichtig ausschneiden/fräsen, dann die PS-Platte dahinter einpassen und verkleben.Da die Platte unter dieser Beleuchtung dünner ist als die Bordwand, wird sie mit einem PS-Streifen unterfüttert.
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Der Auspuff ist fertig, fehlt nur noch der Rauchgenerator.Mit einem passenden Darkwash sieht er schon echt gebraucht aus.
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Die Belüftungsgitter haben zusätzlich eine Auflage aus Maschengitter.
Hier mit Fliegengitter simuliert und nur aufgelegt.

Für den Rückbau auf die M113 Version sind einige Recherchen von nöten, da es unzählige Versionen, Umbauen, Weiterentwicklungen etc. gibt. Hier geht nur "Bauen nach Bildern" und glücklicherweise fand ich welche direkt aus der Zeit und der unmittelbaren Nachbarschaft. Ich bin den Soldaten die diese Fotos ins Netz gestellt haben wirklich dankbar, auch wenn sie an diese Form der Nutzung sicher nicht gedacht hatten. Da man als Zivilist zur damaligen Zeit in "Teufels Küche" kam, wenn man beim Fotografieren der Fahrzeuge ohne Erlaubnis erwischt wurde, gibt es leider meist nur wenige Bilder und die stammen zumeist von ehemaligen GI's, welche heute wieder zuhause in den USA leben. Für den Normalbürger ergaben sich Fotogelegenheiten nur, wenn sich die Fahrzeuge in "freier Wildbahn" während eines Manövers zeigten und auch da mußte man vorsichtig sein, um nicht als Spion verhaftet zu werden. Die Generation Smartphone kann sich das heute nicht mehr vorstellen, aber wurde man erwischt war wenigstens der Film weg, wenn nicht die ganze Kamera und eine peinliche Befragung war einem auch sicher. Bei Hochsicherheitsbereichen spielte man durchaus mit seinem Leben und das wortwörtlich!

Heute, dem Internet sei dank, sind alle diese "Sünden" und "Sicherheitsverstöße" zu wertvollen historischen Erinnerungen und Grundlage für originalgetreue Nachbauten geworden. Wie oft sehe ich Farbvorlagen bei denen ich mich frage, wer sich
die wohl im Nachhinein ausgedacht hat. Häufig kommt bei Recherchen raus das der Beobachter farbenblind oder einfach nur ungenau war. Und selbst die Fotos hier aus dem Internet mußte ich, der minderen Qualität wegen, erst einmal Farbkorrigieren und von Flecken und Kratzern befreien. Häufig sind die Bilder nur Schnappschüsse, bei denen mehr Wert auf die Personen in Bild, als auf das Fahrzeug im Hintergrund gelegt wurden. So gibt es nur Stückwerk. Aber das Puzzel ergibt häufig ein Ganzes.

Ich denke nur wenige hätten mir einen Anstrich wie oben ohne einen entsprechenden Bildbeweis abgekauft. Tatsache ist aber, daß im Zeitraum von 1960-1980 in Sachen Farbgebung bei der US Armee Sachen möglich waren, die sich danach nicht mehr machen ließen. Da ich diese als Kind gesehen hatte, wußte ich das es sie gab, brauchte aber auch Fotos um sie richtig wiederzugeben und war wirklich sehr überrascht, daß es noch wilder zuging als in meiner Erinnerung!

Die Details am Fahrzeug sind ebenso unterschiedlich wie die Typen. Es gab Fahrzeuge mit und ohne Innenraumheizung. Wer brauchte die schon in Vietnam? Aber in Europe wäre man ohne sie im Winter erfrohren. Daher wurden sie bei Fahrzeugen die aus Vietnam nach Europa zurückkamen nachgerüstet.
Daher gibt es M113 ohne Heizungsauspuff, mit nur einem Auspuffrohr oder mit zweien, wie beim A3. Hier ist das zweite ein Ansaugruhr für die Heizungsfrischluftzufuhr. Denn ABC sichere Fahrzeuge konnten die Luft nicht mehr einfach aus den Innenraum ansaugen!


Die Heckrampe und d
ie Rückwand

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Die Heckrampe aus dem Handbuch.
Der bereits erwähnte AC-Anschluß ist hier wieder zusehen.
Und das unbearbeitete Modell.
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Leider ist innen kein Detail vorgesehen. Daher ist Handarbeit nötig.Die Rampenfläche und die innere Türpanzerung werden aus PS-Platten gefertigt.
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Die Ausschnitte müssen eingefräst werden.Aus PS-Streifen kommen Rutschhemmer auf die Fläche, die bisher nur eingelegt ist.
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Die Innenseite der Türpanzerung entsteht nach Fotos.Die Abstandhalter dienen der Verstärkung des Schutzes und sind bei geöffneter Tür gut zu erkennen.
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Die Rückwand ist mit Schlitzen und Löchern übersäht, die dem Anbau der Außentanks dienen.Diese müssen verschlossen werden. Dazu werden sie von außen mit Klebeband verschlossen und von innen mit Sekundenkleber und Füllmittel verfüllt.
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Die gelben Stellen sind Klebebandreste, die jetzt abgeschliffen werden.Aus PS-Platten 1,5mm dick werden die Kotflügel gefertigt.
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Der Ausschnitt für die Kettenschürze erfolgt erst wenn das Bauteil in Position ist.Die fertige Rückwand. Es wurden die frühen Kettenschürzen, die Kanisterbefestigungen und die Telefon- und AC-Stromdose montiert.
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Auf der linken Seite kommt noch ein Kabelgang für das Rücklicht dazu.
Links ist schon das Loch für die Leitung gebohrt.
Die AC-Anschlußdose wollte ich eigentlich nicht bauen habe es dann aber schlicht vergessen und doch gemacht...
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Die Heckrampe wird in Gelb-Oliv (links) grundiert. Die Innenseite der Tür und Aufpanzerung wird in WWII/NATO-Oliv grundiert.Die Außenflächen der Tür dann wieder in Gelb-Oliv.
Auf der Innenseite der Tür habe ich dann aber die drei Streifen für die Rutschhemmung vergessen.

Die Heckklappe ist das Markenzeichen des M113. Sie hat sich bei allen Untertypen fast unverändert erhalten, jedenfalls von außen gesehen. Auf der Innenseite gibt es aber deutliche Unterschiede. So haben die ersten Typen eine Rampe mit querliegenden Schwellen, die bei Nässe eine gewisse Rutschfestigkeit geben sollten. Das war aber inneffektiv und wurde später durch einen rauhen, mit Sand gefüllten Lack auf Epoxidbasis ersetzte. Dieser wird heutzutage auch auf der Außenseite überall dort angebracht wo Soldaten auf dem Fahrzeug herumlaufen müssen. In den 1970ern war das noch Zukunftsmusik, da mußten die Schwellen ausreichen.
Da dem Modell die innere Türwand fehlt, mußte ich diese aus einer PS-Platte erstellen. Die Platte ist 1,5mm stark und wird erst kurz vor der Endlackierung eingeklebt, da sie sich so einfacher bearbeiten läßt. Die Tür in der Rampe hat ebenfalls eine Innenseite, die bündig mit der Rampe ist. Dadurch ergibt sich eine erheblich dickere Tür, als wenn man eine volle Platte montieren würde. Die widerum wäre aber zu schwer um von einem Soldaten bewegt zu werden. Daher und um die Schutzwirkung zu verbessern, ist die innere Türseite auf Abstandshalter montiert, die zwischen Innen und Außen einen Luftspalt lassen. Das macht die Tür erheblich leichter und verhindert das einfacher, leichter Beschuß aus AK47 oder ähnlichem nur durch die Alutürplatte kommen, um dann im Hohlraum dazwischen zu zerlegen. Ist die Tür offen, kann man in den Zwischenraum hineinsehen!

Aus diesem Grund wird auch die Innenseite zwischen den Abstandhaltern in WWII/NATO-Olivgrün lackiert. Das Fahrzeug wurde werkseitig in diesem Farbton ausgeliefert. Da der Zwischenraum nach der Montage der Platten nur schwer erreichbar ist und eigentlich auch nicht einsehbar, bleibt der ursprüngliche Farbton erhalten. Das gilt übrigens auch für den äußeren Fahrzeugboden.

Auf der Innenseite der Tür werden auch drei Schwellen montiert, die ich hier leider vergessen habe. Sie liegen in Reihe mit denen links daneben. Ich muß sie noch nachrüsten.

Bei der A3 Version wurde die ganze Innenseite zusätzlich mit einer weiteren Platte aus Compositpanzerung ergänzt, um die Schutzwirkung nochmals zu erhöhen. Das gilt auch für die restlichen Innenwände. Hier fallen die Schwellen dann weg und nur der NAti.Rutsch anstrich ist ganzflächig aufgetragen.

Da ich den Innenraum nicht originalgetreu ausbaue, weil es sich um ein RC-Modell handelt und irgendwo müssen schließlich Empfänger und Akku untergebracht werden, beschränkt sich meine Detaillierung auf die Innenseite der Rampe.
Wie die Technik genau untergebracht wird ist derzeit noch nicht entschieden, da ich sie noch nicht habe. Bisher wird erst mal nur das Äußere des Modells gestaltet. Mit einer Einschränkung, der Innenraum erhält noch den typischen hellgrünen Farbton.

Nach der Lackierung erfolgt abschließend noch die Montage des Türgriffes außen und der Anhängerkupplung, sowie der Rückleuchten (Dazu weiter unten mehr).

Noch eine Hinweis zur Rückwand. Auf der rechten Seite ist bei neueren Fahrzeugen rechts oben neben dem Telefonanaschluß auch ein Wechselstromanschluß verbaut. Diese AC-Receptacle bezeichnete Steckdose mit Schraubdeckel wurde erst später installiert. Bei meinem Vorbildmodell aus den 1970ern ist sie nicht vorhanden. Da sie am A3 Modell nicht montiert ist, muß ich sie scratch bauen. Und hier unterlief mir der Denkfehler, denn die Arbeit hätte ich mir sparen können!

Die Kanisterhalterung


Die Ersatzkanister am Heck enthalten Wasser. Kraftstoff wäre auch zu gefährlich. Beim M113 Urmodell waren die Kraftstofftanks innen verbaut. Diese wurde beim A3 in den typischen Heckerkern nach außen verlegt. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen waren innenliegende Tanks eine Gefahr für Besatzung und Fahrzeug. Gerieten diese in Brand war meist nichts von beidem zu retten. Da die Urfassung des M113 nur aus Aluminium bestand, war der sogenannte Splitterschutz nicht gegen Durchschüsse von automatischen Waffen geschützt. Bei der A3 Version wurde die Panzerung erst richtig aufgemotzt durch eine Zusätzliche Seitenwandpanzerplatte außen und zusätzliche Platten innen. Die außen liegenden Erkertanks waren auch gegen leichten Beschuß gepanzert und gaben der Besatztung beim Verlassen des Fahrzeugs zusätzliche Deckung.

All dies fehlt beim M113 A1. Hier sind rechts und links am Heck zwei Ersatzkanister mit Rödelgurten an angeschweißten Ösen befestigt. Dabei besteht die untere aus einem Blechstreifen auf dem der Kanister mit einer Kante abgestellt wird. Diese Halterung hat zudem eine Öffnung durch die ein Gurt gezogen werden kann. Rechts und links sind je eine Gurtöse angeschweißt die den Kanister gegen Seitenbewegungen schützen und oben ist ein trapetzförmig gebogenes Blech montiert mit ebenfalls einer Öse. Das obere "Blech" dient auch als Handgriff oder Fußtritt ebenso wie der Bügel ganz oben.
Da ich alle Teile scratsch bauen mußte, machte ich es mir etwas einfacher und führte das trapezförmige Blech auch als Bügel aus. Der Vorteil liegt auf der Hand man kann ihn "einfach" biegen. Genau so wie die seitlichen Ösen. Das untere Blech ist eine PS-Platte die zugerichtet wurde und dann mit dicken Schweißnähten angeklebt wurde. Es ist hilfreich einen bereits vorhandenen Kanister zum Ausmessen der Positionen zu nutzen, ansonsten kann das schief gehen.

Die Kotflügel

Die Kotflügel werden aus PS-Platten zugeschnitten. Dabei ist eine Grafik der Seitenansicht des M113 ganz hilfreich gewesen, da die schräge Rückwand das genaue ermitteln der Winkel der Einzelteile sehr schwer macht.
Zuerst zeichne ich mir daher eine Seitenansicht des Kotflügels und schneide sie aus einem Stück PS-Platte aus. Die halte ich probeweise an, bei montierter Kettenschürze, um zu sehen ob sie paßt. Stimmen Winkel und Maße, erstelle ich drei weitere gleiche Teile. Zu beachten ist, daß die A3 Kettenschürze kürzer ist als die der Urversion. Man erkennt dies am vorderen Ende, wo sich die Tritthilfe befindet. Hier endet die Schürze ca. 5mm oberhalb. Beim Ur-Typ ist sie hier bündig (siehe Fotos) und die Tritthilfe fehlt.

Da die Kotflügel am Fahrzeug angeschweißt sind, benötigt man die genau Höhe für ihre Montage, bevor man das Innere ausgestalten kann. Durch anhalten an das Heck läßt sich das leicht ermitteln. Neben der Heckklappe führt ein Steg an der Außenseite herunter bis zu dem Punkt, andem die Kotflügel montiert sind. Das Ende dieses Stegs gibt die obere Kantenhöhe an.
Innen im Kotflügel gibt es eine Versteifung, welche auch als Leitblech für den Dreck dient. Sie schließt bündig mit der Fahrzeugunterkante über der Kette ab und verläuft in den Knick oberhalb der Tritthilfe im Kotflügel.
Auf den Fotos kann man durch diese Öffnung die Kette sehen, somit ist hier kein weiteres Blech verbaut. Erst unterhalb scheint ein Vierkantrohr eingeschweißt zu sein, welches die Konstruktion ausreichend versteift und nicht breiter ist als der Bogen, der auf der Außenseite ausgeschnitten wird. Dieser Bogen wiederum entspricht der Kettenschürzenhalterung, die hier befestigt werden muß. Das Vierkantrohr steht unten etwas über, so das sich kein Wasser/Schmutz darin sammeln kann.
Zudem sind in den Ecken u-förmige Ausschnitte, deren Sinn mir nicht klar ist. Möglicherweise dienen sie der Reinigung.

Damit man die Teile gut ankleben oder anschrauben kann, wird eine mehr oder weniger dicke Platte innen, zwischen der oberen und mittleren Platte eingesetzt und verklebt. Wer ganz sicher gehen will, füllt diesen Hohlraum mit Kitt oder PU-Resin auf. Endgültig montiert werden diese Teile erst vor der vollständigen Lackierung des Modells.

Ich mußte meine Schürzen ein zweites mal bauen, da mir ein Fehler unterlaufen war. Der hinten montierte Ersatzkanister muß natürlich auch hinpassen. Das war beim ersten Versuch nur knapp nicht der Fall. Also Neubau? Nein, da die Platten sich gut trennen ließen reichte eine Anpassung des schrägen Winkels.

Bei der Montage ist zu Beachten, daß die Kotflügel mit der Panzerwand bündig sind. Ist die 1mm dicke, äußere Platte noch nicht montiert, sollte man daran denken dies zu berücksichtigen!

Hinweis: Das aussehen und die Konstruktion der späteren Kotflügel weicht von diesen stark ab. Als nächstes erhielt der linke Kotflügel eine Ablaufrinne für den Kraftstoff, den man durch einen Ablaß in der linken Rückwand ablaufen lassen konnte (siehe Handbuchbilder, oben). Bei der A3 Version sind die
Kotflügel im Außentank quasi integriert.


Die Fahrerluke und obere Luke


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Die Fahrerluke am Original hat einen erhabenen Rand und eine Dichtringkerbe im Lukendeckel.Beim Modell fehlt der leider.
Dafür ragt ein Stützsteg oben in die Lukenöffnung hinein.
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Ein 12mm breiter, 1mm starker PS-Streifen wird es richten.Exakt auf Länge trimmen und die Stütztruktur im Luk wegfeilen.
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Dann paßt der Ring genau rein.
Die Höhe ermittelt man indem man die Luke dagegen hält.
Mit dünnflüssigem SK einkleben, sitzt.
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Aus einer 1,5 mm PS-Platte wird der inner Lukendeckel erstellt und eingepaßt. Dazu die Luke schließen und den inneren Teil von unten einlegen, dabei mit langsam härtendem Kleber fixieren.Die Randhöhe stimmt noch nicht ganz und wird noch runtergeschliffen.
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Nach der Grundierung sieht das Luk so aus.Schwer zu finden Bilder sind der Innenseiten beider Luken.
Hier bei einem BW Fahrzeug. Beachte das typische Vorhängeschloß!
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Hier im Detail das Fahrerluk eines M113 A3. Den Bügel über der Winkelspiegelöffnung gigt es erst ab der A3 Version.
Die Luke ist auch stärker als die des 1970er Jahre Pendants.
Nach der Tarnung kommt die schwarze Farbgebung
und ein Handgriff aus Messingdraht.
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Die eckige Heckplatte oben wird mit 1,5 mm PS Platte aufgefüttert. Die Plattenkanten sind schräg angephast.
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Das Handbuch zeigt die genaue Funktion und das Aussehen der Lukenverriegelung.Hier der geschlossene Zustand beim Original.

Selbst etwas so banales wie die Innenseite einer Panzerluke strotzt vor Details, die im Maßstab 1/16 auch deutlich zu sehen sind.
Wie im Bild oben gut zu sehen ist, ist der Lukenrand nicht einfach flach und glatt, ebensowenig wie die Innenseite des Lukendeckels. Letzterer hat eine schwarze Oberfläche, die
nach Vorschrift schwarz gestrichen ist. Der Winkelspiegeleinsatz ist in einem runden, drehbaren Halter gelagert und es gibt eine umlaufende Kerbe, die auf eine Dichtung schließen läßt. Dafür spricht auch der erhabene Rand auf der Luke. Am Lukendeckel befindet sich rechts unten ein Griffbügel, der das Öffnen erleichtern soll, sowie links oben ein Riegel zum Verschließen der Luke von innen.
Von alle dem findet sich an den Modellteilen nichts. Der Lukendeckel hat zwar einen erhabenen Rand auf der Innenseite, was für eine geschlossene Luke völlig ausreichend ist, will man die Luke aber offen darstellen braucht es etwas Nachbearbeitung.

Zuerst habe ich den erhabenen Rand an der Luke hergestellt. Das ist verhältnismäßig unkompliziert und erfolgt durch aufkleben eines PS-Streifens der um 1-1,5mm höher ist als der bestehende Lukenrand. Um die Arbeit einfacher zu gestalten, wird die Stütztsruktur auf der Unterseite der Fahrzeugdecke, die in Fahrtrichtung links gesehen in die Luke hineinreicht, weggeschliffen. Nun kann der Streifen exakt eingepaßt werden. Sitzt er korrekt wird er mit langsam härtenden Sekundenkleber eingeklebt. Man sollte hier keinen schnellen, dünnflüssigen SK nehmen, da der dünne Streifen vom aggressiven Klebstoff angegriffen wird und sofort bricht.
Abschließend wird der überstehende Rand noch auf Maß plan geschliffen.

Etwas schwieriger wird es beim Zuschneiden der kreisförmigen Scheibe für die Lukendeckelinnenseite, da die Position der kreisförmige Aussparung für das Periskop nicht leicht zu ermitteln ist. Es empfiehlt sich diese Öffnung zuerst in eine grob zugeschnittene PS-Platte zu schneiden. Anschließend hält man diese Öffnung über die Stelle auf der Lukeninnenseite und zeichnet mit einem Bleistift die Außenkontur nach. Dann die Platte auf die Arbeitsfläche legen und mittels Geodreieck und/oder Zirkel die Mitte ermitteln. Die Lukeninnenseite muß kleiner sein als der aufgepolsterte Lukendurchmesser, also diesen vermessen und dann mit dem Anreißzirkel auf die Platte übertragen. Der Rest ist feilen und schleifen.
Paßt das Teil, kann es festgeklebt werden. Dazu die Luke montieren und schließen. Das Fahrzeugdach wenden und das Lukeninnenteil mit etwas langsam härtendem SK bestreichen. Anschließend sofort durch die Unterseite der Öffnung auf die Innenseite der Luke drücken und positionieren. So sitzt das Teil perfekt und die Luke sollte sich problemlos öffnen lassen.
Den Lukendeckel nun wieder von der Luke abmontieren. In den Spalt zwischen neuem Bauteil und Deckelinnenseite noch einen Tropfen dünnflüssigen SK geben und diesen darunter ziehen lassen, um eine vollflächige Verklebung sicherzustellen. Überschüssigen Kleber sofort mit einen Tuch oder Wattestäbchen entfernen, dann gut trocknen lassen.
Nach dem Auftrag der Grünen Grundfarbe habe ich die Lukeninnenseite schwarz gestrichen. Bei den meisten Fahrzeugen wurde hier eine schwarze Neoprenschaum Matte als Stoßschutz installiert. Ansonsten bestand auch die Anweisung das Lukeninner gemäß der Außentarnung zu streichen oder schwarz. Die meisten Fahrzeuge haben einfach die Grundfarbe genutzt.  Nur bei den großen Luken wurde ein Tarnschema aufgetragen.
Anschließen habe ich noch einen Handgriff montiert. Das hätte schon vorher passiert sein können, aber auf den Bildern ist dieser schwer zu identifizieren, daher mußte ich erst noch etwas recherchieren.
Der Griff ist ein u-förmiger Bügel aus 1mm Messingdraht, der passend gebogen wird und dann in zwei zu bohrende Löcher eingeklebt wird. Dabei kommt es nicht darauf an die Klebestelle sonderlich sauber zu gestalten. Wie man an den Fotos vom Original sieht, sind die Schweißnähte auch relativ grob.
Das Bild des A3 Lukes unterscheidet sich von dem seines Vorgänger aus den 1970er Jahren deutlich. Der Handbügel ist zwar fast identisch, aber in den 70ern gab es den Bügel über dem Winkelspiegeleinschub noch nicht. Auch ist die Luke um einiges dünner gewesen als beim A3. Zu beachten ist das außen eine Lasche angeschweißt ist um das Luk von außen Abschließbar zu machen! Was in den 1970er offensichtlich nicht nötig war. Der Verschluß von innen unterscheidet sich auch, ist aber beim 1970er Bild nicht gut genug zu erkennen.

Die Kommandantenluke hat einen gleich aussehenden Handgriff (siehe Bilder oben) allerdings in Fahrtrichtung rechts, mittig in der Luke und eine Verriegelungsöse oben halb links. Beides muß ich noch nachrüsten.

Bei der rechteckigen Dachluke geht man ähnlich vor. Die Luke montieren und schließen. Von der Innenseite her mit Bleistift den Lukenrand anzeichnen. Aus einer 1,5mm PS-Platte ein passendes Rechteck ausschneiden und dessen Kanten leicht anschrägen (ca. 100-120°). Dadurch schließt die Luke besser.
Nun die Platte bei geschlossener Luke von innen gegen die Lukendeckelinnenseite kleben. Dabei auf die Bleistiftlinien achten, die sollten rundherum noch sichtbar bleiben.

Dem M113 Handbuch kann man das genaue Aussehen und die Funktion des Schließmechanismus an dieser Luke entnehmen. Wer die Luke geschlossen läßt braucht sich die Arbeit nicht zu machen. Da sich darunter nur die Elektonik der Fernsteuerung befindet, ist das beim RC-Modell eigentlich unnötig.


Räder und Fahrwerk

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Wie hier gut zu sehen ist, sind die Räder am Rand glatt und das Zahnrad hat 10 Zähne.Auf den ersten Blick sieht alles gleich aus, ist es aber nicht.
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Der Gummibelag hat beim A3 eine glatte, leicht konischen Frontkante und es gibt außen keine Schrauben.Hier gut zu sehen.
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Wohingegen beim Modellrad ein deutlich erhabener Rand ist und ein Ring aus Schrauben am Außenrand.Die Räder werden mit einer Schraube und zwei Kugellagern befestigt. Leider sind die Kugellager zu klein (oder die Öffnungen im Rad zu groß) so das sie nicht fest eingedrückt werden und ca. 1mm zu tief liegen.
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Am Modellrad ist der Absatz zum Rand sehr markant.Ich weiß nicht warum man das so gemacht hat,
 aber es ist nicht korrekt.
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Zum Glück gibt es Epoxidspachtel/-knete.Aufmodellieren und mit einem angefeuchteten Spachtel andrücken, dann glätten und trocknen lassen.
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Das Metall Antriebsrad ist clever und auch schön, allerdings sollten die Schrauben sechskant Kronenmuttern sein.Das Antriebszahnrad wie es bei der A2 Version laut Handbuch verwendet wird.
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Alle Radteile nach der ersten Lackierung.
Unten sind die Abdeckkappen für die Radnaben. Sie werden erst nach vollständiger Montage und Prüfung des Fahrwerkes montiert.
Fast fertig. Die Kette sitzt optimal. Beim Aufziehen ist sie geschlossen, daher das hinter Spurrad zuletzt montieren. Dabei die anderen Räder etwas herunterdrücken um die Spannung zu nehmen.

Die Räder des Fahrwerkes sind leider dem Original nicht annähernd gleich. Alle Laufrollen wirken als hätte man die aufvulkanisierten Gummilaufflächen vergessen. Ich habe soviele M113 gesehen, daß mir das sofort auffiel und mich seitdem nicht mehr losgelassen hat. Nach etwas nachdenken kam mir die Lösung in Form von Epoxidspachtelmasse.
Wie man anhand der Fotos von Originalen erkennnn kann, sind die Metallräder außen mit einem Rand versehen, auf dem sich übergangslos eine Gummiauflage mit leicht konischem Profil anschließt. Bei älteren Typen ist dieser Ring angeschraubt, neuer Fahrzeuge haben einteilige Metallräder ohne Schrauben auf der Außenseite. Da mein Modell eher retro ist, passen die geschraubten Räder. Beim A3 sollte man etwas recherchieren bevor man es so läßt oder die Schraubenköpfe entfernt.

Den Gummiring kann man aber leicht nachträglich aufbringen, auch wenn er dann nicht elatisch ist. Dazu mische ich eine kleine Menge des Epoxikits an. Dieser kann mit Wasser geglättet werden. Daher forme ich mir schmale Stränge/Würste, die ich um das Rad lege und fest in die Kerbe drücke. Den Überstand entferne ich mit einem angefeuchteten Spatel oder stumpfen Messer und glätte gleichzeitig die Fläche. Die Schräge ist etwas zu stark aber wollte man das ändern, müßte man einen Ring aufmodellieren und später auf der Drehbank passend abdrehen. Kann man machen, muß man aber nicht.
Es ist schon viel Arbeit alle Räder von außen und innen aufzumodellieren und zu glätten.
Wer genau hinsieht erkennt, daß die Mitte zwischen den Radscheiben dabei vernachlässigt wird. Eigentlich wäre hier auch ein solches Profil nötig, da wir aber eine Panzer IV Kette nutzen und keine originäre T150 Kette könnte ein solches Profil Probleme machen.
Versetzt man im Geiste den Außenrand der Räder, so daß sich auch in der Mitte ein V-Profil ergibt, erkennt man, daß die Schräge an den Außenseiten dann auch dem Original näher kommt. Möglicherweise ist hier beim Konstruieren ein Fehler passiert, den man unbedingt beheben sollte.

Für den optischen Eindruck würde es schon reichen nur die Außenseiten zu ändern, aber der Modellbauer in mir ist stärker.

Die Nabenabdeckungen sind so gestaltet, das sie auch ohne Klebstoff halten. Wie auch immer sollte man sie aber erst nach der Fertigstellung des Fahrwerkes und dessen Funktionsprüfung aufstecken/kleben. Ich habe Meine zusätzlich mit sekundenkleber gesichert. Damit man sie im Notfall auch wieder abbekommt erfolgte die Verklebung auf den bereits lackierten Bauteilen. So löst sich beim demontieren nur die Lackschicht ab.
Die Bauteile sind zwar so gestaltet das sie nur eingedrückt werden müssen, das ist aber keine Garantie dafür das sich die Kappe nicht ablöst. Wer eine besser lösbare Sicherung bevorzugt, sollte einseitig Kontaktkleber benutzen.

Echte Schätzchen hingegen sind die lasergeschnittenen Antriebszahnräder mit Nylonkern. Der aus VA-Stahl geschnittene Zahnkranz wirkt als könnte ihn nichts schaffen. Und die Schraubenköpfe sind nicht nur nette Details. Das es sich um Kreuzschlitzschrauben handelt liegt an den fehlenden, passenden Sechkantschrauben in dieser Größe. Die müssen ja nicht nur gut aussehen sondern auch eine Funktion erfüllen. Ich habe zwar passende Schrauben, diese aber einzuschrauben ist, bei der Enge der Anordnung, besonders in der Mitte, ein Albtraum. Dieses Detail ist aber so klein, das älter Herren wie ich es ohne Brille kaum mehr wahrnehmen...

Wie dem Bild aus dem Handbuch zu entnehmen ist, handelt es sich um ein T150 Antriebsrad, dem vermutlich einige Zugeständnisse für die verwendete Panzer IV Kette abgerungen wurden. So hat das T150 Zahnrad nur 10 Zähne wohingegen das Modellzahnrad 13 hat.

Auf die Kerben zwischen den Zähnen wurde allerdings verzichtet, um das Material nicht unnötig zu schwächen.
Unter den gegebenen Umständen eine optimale Lösung.

Wie dem Bild ganz oben zu entnehmen ist, liegt der Zahnradsatz auch noch als reine 3D-gedruckte Kunststoff Version bei, vermutlich als Alternative für Standmodellbauer.

Alle Räder werden matt schwarz lackiert. Dazu werden sie mit Silikonentferner entfettet und dann mit Auto Rallye schwarz lackiert.


Die Fahrzeug Lackierung

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Panzerabstellplatz Coleman Kaserne Gelnhausen anfang der 1970er.
Diese Farbgebung ist bisher nirgends richtig beschrieben, gehört aber zu MASSTER. Das Fahrwerk ist wohl schwarz oder NATO-Oliv. Die Kettenschürze ist schwarz.
Der Tarnanstrich ist dann Gelb-Oliv, Rostbraun und Buff/Sand
Die gleichen Fahrzeuge im Sonnenlicht bei der Verladung am Bahnhof in Lieblos. Beachte die Flecken sind noch nicht wie später bei MASSTER, besonders das Schwarz. Beschriftung ist noch weiß. Auch die Kotflügel hinten sind links noch ohne die Spritrinne! Der Farbwert des Braun ist im Vergleich zum Bild links viel heller!!
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Nach der Behandlung mit Kunststoffprimer erfolgt die Grundierung mit grauer Epoxid Grundierung aus der Spraydose innen und außen.Die Grundierung macht alle Stellen sichtbar die noch einer Nachbearbeitung bedürfen.
Hier Druckspuren die abgeschliffen werden müssen.
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Nach Naßschliff und Reinigung kommt dann der Grundanstrich in Gelb-Oliv.Der Fahrwerksbereich und die Unterseite werden in WWII/NATO-Oliv lackiert. Die Seitenwand wird später noch überklebt, daher kann man sie abkleben oder einfach später anschleifen.
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Da die Fahrzeuge aus dem NATO-Oliv Farbton umlackiert wurden und der bunte Tarnanstrich aus Temporärfarbe anschließend von hand aufgetragen wurde, hat man die Unterseite und den Bereich hinter den Ketten meist ausgespart.Die Räder und die Kettenschürzen werden schwarz lackiert. Der Kettenspanner für die Umlenkrolle wird in NATO-Oliv lackiert.
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Die Heckklappenöffnung muß dicht verschlossen werden,
bevor man lackiert.
Alle Umbauten am Heck sind jetzt fertig und los geht der Lackierspaß.
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Unterwanne und Fahrwerkschacht werden auch abgeklebt.
Die Seitenplatten sind bereits fertig montiert auf beiden Seiten.
Dann erfolgt eine komplette Schicht Gelb-Oliv aus der Spraydose.
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Das geht auch ohne Günther. Alles einfach grün...Auch die Lukendeckelinnenseiten.
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Die sollte man aber vorher getrennt lackieren und anschließend befestigen.Bereits eingebaut ist die Motor/Getriebeeinheit
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Ist das Grün trocken wird für XF-57 Buff abgeklebt.Das geht nur seitenweise und mit viel Küchenkrepp als Sprühnebelschutz!
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Wirkt kümmerlich angesichts der Abklebeorgie.Und muß nun für alle Seiten wiederholt werden und für jeden Farbton.

Als farbliches Vorbild dienen mir Fotos aus den ca. 1970er Jahren aus der Coleman Kaserne in Gelnhausen. Das ist besonders schön, denn ich wohne hier und habe die Fahrzeuge so noch selbst gesehen. Womit klar ist, daß ich ein alter Sack bin.

Das schöne an dieser Farbgebung ist, daß sie eigentlich strenggenommen noch nicht zu der sogenannten MASSTER Tarnung gehört. Vor dieser Farbgebung wurden fast alle Fahrzeugen unifarben in sogenanntem NATO-Oliv lackiert. Der Farbton stammt eigentlich noch aus dem zweiten Weltkrieg und wurde in einer etwas dunkleren Tönung dann einheitlich eingesetzt, vermutlich da die Kriegsproduktion noch ein paar Liter übrig hatte.
Man erkannte aber bald, daß die Fahrzeuge so als "schwarze Klumpen" in der Landschaft leicht zu identifizieren waren und bediente sich bei der, von der Wehrmacht genutzten, vier Farben Tarnung, die besser in die hiesiege Landschaft passte.

Dabei wurde das Tarnschema von Hand aufgemalt und meist mit sogenannten Temporärfarben, die sich leicht wieder entfernen ließen, denn zu dieser Zeit gönnte man sich den Luxus die Fahrzeuge der Jahreszeit entsprechend umzutarnen. Die Soldaten brauchten ja Beschäftigung.

Betrachtet man die Fotos oben, fällt sofort der Farbunterschied bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen auf. Im Schatten wirken die Farbtöne aller Farben wie auf der Referenzkarte des Herstellers. Im vollen Sonnenlicht ist aber eine sehr deutliche Veränderung erkennbar. Das Gelb-Oliv macht hier seinem Namen alle Ehre. Der Braunton hellt zu einem hellen Braun-Beige auf und der sandfarbene Ton ist fast weiß.
Die original Bilder aus dem Internet waren unkorrigiert und noch schlechter in der Farbqualität. Durch eine individuelle Farbkorrektur habe ich dies behoben, dabei aber sehr darauf geachtet die Farben exakt zu kalibrieren. Man kann aber auch an anderen Bildern erkennen, daß das Gelb-Oliv eine hohe Bandbreite an Farbspiel unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen hat. Ich habe das Modell mit der Origialfarbe aus der Spraydose lackiert und wenn man es unter Kunstlicht betrachtet erscheint es sehr grün und relativ dunkel. Sobald man das Modell aber ins helle Tageslicht stellt ändert sich das gewaltig. Der Farbton beginnt dann regelrecht gelb zu leuchten und erscheint dadurch heller.

Aber was bedeutet das für die Lackierung? Man sollte sich als Vorbild für die Farbreferenz ein im Halbschatten fotografiertes Fahrzeug aussuchen. Zudem sollte die Lichtsituation berücksichtigt werden und die Farbveränderung die dadurch entsteht. Die Farbreferenzen der Hersteller werden unter genormten Beleuchtungsbedingungen erstellt. Diese sind in "freier Wildbahn" nie gegeben, daher ist hier der Farbkarte zu vertrauen.
Hinzu kommen natürlich noch andere Faktoren die einen Farbton verändern. Da wären die Farbechtheit, also die Beständigkeit gegen UV-Licht, Staub und Verschmutzung, aber auch eigenmächtiges Abweichen von Farbtönen aufgrund unbekannter Befehle oder Materialmangels. Vieles kann ursächlich sein für unterschiedliche Farbeindrücke, nicht zuletzt die eigene Sehkraft. Nicht jeder Modellbauer hat perfektes Farbsehvermögen, viele Männer leiden z.B. unter rot-grün Blindheit, das bedeutet sie können Rot und Grün schlecht bis garnicht unterscheiden.
Für die Nietenzähler aber bedeutet es eigentlich nur, es gibt keine perfekte Farbgebung, da sie von sehr vielen Faktoren abhängt. Jeder Modellanstrich ist letztendlich eine Interpretation durch den Modellbauer.

Die Lackierung dieses M113 Modells erfolgt in Teilen. Das bedeutet, soviele Einzelteile wie möglich werden einzeln lackiert. Vorbereitet werden die Bauteile je nach Material mit unterschiedlichen Grundierungen. Die gedruckten Kunststoffteile bekommen alle eine Sprühdusche mit Kunststoffhaftgrund aus der Spraydose, nachdem sie mit Silikonentferner gut entfettet wurden.
Auch die Metallteile werden erst mit Silikonentferner gewaschen und dann mit einer Metallgrundierung lackiert.
Anschließend werden alle Teile mit grauer Epoxid Grundierung/Filler besprüht. Diese eleminiert das gräßliche weiß und macht erstmals die Oberflächenstruktur klar sichtbar. Jetzt erfolgen Nacharbeiten wie Schleifen und Spachteln an Stellen die es nötig haben.

Nach einem Naßschliff mit 500er Papier wird das Teil gereinigt und anschließend mit der ersten grünen Schicht lackiert.
Dabei erhält die Unterwanne eine Schicht 
WWII/NATO-Oliv, da sie ursprünglich mal so gestrichen war und man sich nicht die Mühe machte auch den Unterboden zu tarnen.
Die Oberseite erhält eine gründliche Dusche mit Gelb-Oliv, wobei bei der Wanne die Seitenteile am Fahrzeug nicht lackiert werden müssen, da es separate Platten zum Aufschrauben/-kleben gibt.
Auch wenn später der größte Teil des Fahrzeuges mit drei anderen Farbtönen überstrichen wird, ist dieser Farbton auf dem ganzern Fahrzeug (ausgenommen Unterboden) aufzutragen, da ansonsten die Farbwerte anders ausfallen.

Beim Original hatte es noch einen anderen Grund, warum mit Gelb-Oliv lackiert wurde. Die Farbe selbst ist ein PU-basierter Lack, der gegen chemische Einflüsse unempfindlich ist. Er dient als quasi unzerstörbare Grundlackierung und ist nur mechanisch entfernbar. Für das Modell ist das weniger von Belang aber entscheidend für die Lackierabfolge.

Da diese "bunte Kuh" viele Ecken und Winkel und noch mehr Anbauteile hat, ist eine getrennte Lackierung sinnvoll.
Der Innenraum wird, obwohl er nicht ausgebaut ist, mit dem hellgrünen Innenraumfarbton lackiert. Wer den nicht vorrätig hat, kann ihn sich einfach aus Weiß mit ein paar Tropfen hellem Gelb-Oliv selber anmischen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Rampe und die Innenseiten der Luken nicht mit der Innenfarbe lackiert werden dürfen. Die Rampe bekommt das gleiche Tarnschema wie auf der Außenseite. Die runden Luken sind meist Schwarz (da mit Schaumstoff gepolstert) oder wie oben auf den Bildern zu sehen Gelb-Oliv.

Die Laufrollen, Antriebszahnrad und Umlenkrolle sind Schwarz, ebenso die Kettenschürze und der Bereich darüber.
Das Schwallbrett wird auf Vorder- wie Hinterseite gleich getarnt. Schwarze Schwallbretter wurden kürzlich ausgewechselt und noch nicht gestrichen/getarnt! Da sie aus Holz sind wurden sie häufig erneuert und daher in schwarz geliefert.
Für sie gilt das Gleiche wie für die Dachluke. Die Innenseite erhält das gleiche Tarnmuster wie die Außenseite, die von ihr verdeckt wird!

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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!
Die Front hat den ersten Streifen.
Nun die rechte Seite.
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Und jetzt die Problemzone. Wie ein jugendliches Pickelgesicht ......muß um jede Erhebung herum abgeklebt werden.
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Nach Stunden des Abklebens wieder eine Lackierung.Der Farbton verändert sich nicht nur beim Trocknen.
Auch hier von Bild zu Bild!
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Bevor der Lack trocken ist, muß die Klebebandorgie vorsichtig entfernt werden.Nur die Heckseite bleibt zu und der Boden!
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Es folgt die braune Sicht.Sie wirkt hier viel heller als sie eigentlich vom Farbton her sein sollte.
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Entspricht aber genau der Bildvorlage oben.Abkleben der schwarzen Welle an den Seiten.
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Jetzt wird das Schema deutlich sichtbarNach dem völligen Trocknen erfolgt eine Schicht seidenmatter Klarlack. Der macht die Farbtöne wieder etwas dunkler.
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Die Heckklappe ist von außen fertig, jetzt muß sie noch von innen lackiert werden.Der Innenraum ist im Innenraum-Grün lackiert,
auch wenn er nicht ausgebaut wird.
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An der Front gibt es keine schwarzen StreifenDie Bodenseite bleibt WWII-Oliv.
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Test sitzen eines Sherman PanzerfahrersDas sieht schon ganz nett aus.
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Die Lackierung ist mit einem abschließenden Seidenmatt Anstrich fast fertig. Jetzt erfolgen die Markierungen und die Alterung.
Dumm nur das es keine Decalsätze dafür gibt!
Kaum zuerkennen, aber die Radnabenkappen sind befestigt. Übrigens glänzte der schwarze Teil der Lackierung beim Original auch.
Das ist aber weiter nicht von Bedeutung, da die Schürzen fast immer dreckig sind.

Anbringen der Seitenteile

Die, aus einer PS-Platte nach den beiliegenden Teilen nachgeschnittenen, Seitenteile erhielten alle Bohrungen und sind exakt so groß wie die A3-Seitenteile, aber ohne die Ösen und Schraubenlöcher oben.
Da die Teile erst befestigt werden können wenn der Innenraum fertig ist, das Motorgetriebe wieder eingebaut ist und alle Querstrebenkorrekt montiert sind, muß man fast bis zum Schluß damit warten.
Ich hatte dummerweise auch die obere Reihe Löcher gebohrt, in der Annahme ich könnte die Platte nur anschrauben. Das hat sich aber als nicht praktikabel erwiesen, da die Kanten abstanden. So blieb mir nur die gesamte Fläche mit Kontaktkleber zu bestreichen und dann mit der Seitenwand zu verkleben. Dabei muß der Klebstoff beideitig so dünn wie möglich aufgetragen werden und gründlich ablüften. Ist der Klebstoff noch feucht wenn die Teile zusammengefügt werden hält er nicht und viel schlimmer, er weicht mit den enthaltenen Lösemitteln die dünne Platte regelrecht auf. Also lange ablüften lassen!
Anschließend wird das Seitenteil genau positoniert, ohne das sich die Klebeflächen berühren. Dann vorsichtig aufgelegt und sobald die Position stimmt mit maximalem Druck angepresst. Dabei kommt es nicht auf die Dauer, sondern die Stärke an.
Das selbe noch mal auf der Gegenseite und dann das Modell auf einer glatten Fläche auf die Seite legen und eine saubere, glatte Platte oben auflegen, mit ca. 1-2kg Gewicht beschweren und einige Stunden ruhen lassen. Danach sollte die Fläche gut verklebt sein. Heben die Kanten am Rand ab, einen mittelviskosen Sekundenkleber auf den Spalt geben und andrücken. Anschließend glatt und bündig verschleifen.
Ist alles getrocknet, kann die Gelb-Olive Grundfarbe aufgespritzt werden.
Beim aufbringen der Tarnung wird mit Gelb-Oliv grundiet und dann mit der hellsten Farbe des Tarnschema angefangen. Daraus folgt die Farblackierfolge Gelb-Oliv, Beige/Buff, Rot-Braun, Schwarz.

Es empfiehlt sich den mit der Spraydose lackierten Gelb-Oliv Anstrich mit 1000er Naßschleifpapier und reichlich Wasser abzuschleifen, da Spraydosen einen Hang zum Nebeln haben und die Oberfläche so recht rauh ist. Arbeitet man mit der Airbrush ist die meist nicht nötig.
Nach der Reinigung vom Schleifstaub und guter Trocknung, wird der grüne Bereich mit Malerkrepp abgeklebt. Dabei kann zuerst der Klebestreifen aufgeklebt werden und dann mit einen Stift die Kontur der Kante angezeichnet werden. Nun das Klebeband wieder ablösen, auf einen sauberen glatten Untergrund (Glasscheibe) kleben und die Kante mit einem sehr scharfen Messer zuschneiden. Anschließend den Klebestreifen wieder auf das Modell kleben. Man sollte nicht auf dem Modell schneiden, da die Gefahr groß ist, daß man zu tief schneidet. Die Übergänge von einer Farbe zur anderen können so perfekt vorgeschnitten und dann nacheinander angebracht werden. Dabei darauf achten, daß der zuletzt lackierte Farbton völlig durchgetrocknet ist.

Auf der Fahrzeug Oberseite gestaltet sich das anbringen des Klebebandes etwas schwieriger, da sie nicht glatt ist, sondern von vielen erhabenen Teilen durchsetzt. Man kann hier auf einen flüssigen Maskierfilm ausweichen, den man mit dem Pinsel aufträgt und das in ca 1cm Breite. Nachdem dieser angetrocknet ist maskiert man den restlichen Bereich mit Kreppband und Papier gegen Sprühnebel. Da ich keinen flüssigen Maskierfilm zur Hand hatte, mußte ich beim abkleben etwas tricksen. Zuerst wurden die Klebestreifensstücke erheblich verkürzt und dann je nach Umfeld auch eingeschnitten. Es dauer und ist umständlicher, aber bedenkt man die Trockenzeit des Maskierfilms kommt es zeitlich auf das Gleiche heraus.

Sind alle Tarnflecken auflackiert werden noch die zwei roten Rechtecke für den Warnhinweis an den Antennensockeln auflackiert. Hier wird eigentlich die Beschriftung "Warning, Danger, High Voltage!" in weiß eingefügt. Da die Schrift zu klein ist um sie von hand auszuschneiden muß ich damit warten bis ich einen passenden Schriftzug finde.
Das Rote Feld jedoch kann schon lackiert werden. Es wird wieder mit Klebeband maskiert und das erst eine weiße Grundierung vorlackiert. Nach deren Trocknen kommt ein Signalrot darüber. Ich verwende hier für beides TAMIYA Acrylfarben.

Sind die trocken wird das gesamte Fahrzeug mit einem Seidenmatten Klarlack auf Acrylbasis überlackiert. Dadurch wird die Oberfläche egalisiert und alle Farbübergänge geglättet. Zudem werden die Farben kräftiger, aber nur bis der Mattlack später den Effekt wieder mildert. Vorher kommt die Alterung und die Markierungen.
Die Schrift für die Seriennummer in weiß mußte ich mir aus diversen Kits zusammenklauben, da es derzeit noch keinen passenden Abziehbildersatz auf dem Markt gibt oder ich noch nichts davon gehört habe.


Das M2 MG und Gerödel

Dem Bausatz liegt ein fein gedrucktes M2 MG mit Lafette und Munitionskiste bei, welches nur versäubert und lackiert werden muß. Bei den "einfachen" M113 APCs also den Mannschaftstransportwagen, wie sie bei der Bundeswehr genannt werden, gehörte ein MG zu Standardausrüstung. Auf dem Fahrzeugdach war drüber hinaus für selbiges MG eine Dreibeinlafette verzurrt. Dies ermöglichte auch den mobilen Einsatz unabhängig vom Fahrzeug. Leider fehlt diese hier im Kit.
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Der beiliegende MG Satz ist gut verpackt und besteht aus dem MG Gehäuse und einem Lauf aus einer EdelstahlkanüleAlle möglichen Klein und Einzeltele müssen bemalt werden, darunter neben dem MG auch das Stahlseil und die Anhängerkuplung, etc.
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Das MG mit eingeschobenen Lauf, fertig bemalt.
Fertig montiert und bemalt wird daraus ein echtes Schmuckstück
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In den holen Lauf und die Bohrung im Gehäuse läßt sich problemlos eine 1mm LED einbauen!Die einzelnen Baugruppen sind mit Schrauben befestigt und lassen sich jederzeit wieder Trennen. Der Lauf wird einfach nur eingeschoben.
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Die legendären Peitschenantennen dürfen natürlich nicht fehlen.
Die BAsis mit Spiralfeder ist ebenso in Kit enthalten, wie die Antennendrähte.
Fehlen tun allerding sie Antennenschutzenden.
Das sind tropfenförmige Plastikteile die auf das Antennenende gesteckt werden!

Der Zusammenbau des MG ist selbsterklärend und mehr als einfach. Das MG-Gehäuse ist innen mit einer Bohrung zum Laufende versehen. Der Lauf besteht aus einer Edelstahlkanüle, die einfach eingeschoben wird. Da das Metallrohr mit Metallgrundierung vorlackiert werden muß, ist der Zusammenbau erst am Ende sinnvoll. Zudem kann in den Lauf entweder ein Lichtleiter oder eine 1mm LED eingebaut werden, um das Mündungsfeuer zu simulieren.
Die Lafette und die Munitionskiste werden ebenfalls getrennt lackiert.

Die Farbgebung des MG ist wie folgt: Grundiert mit matt Schwarz, dann mit Stahl gedrybrusht und abschließend mit einem Rostbraun ebenfalls gedrybrusht, dabei darauf achten nicht zuviel braun zu verwenden. Der Braunton simuliert nur den Flugrost der normalerweise bei Gebrauch entsteht und bei jeder Reinigung wieder entfernt wird. Der Lauf wird dabei ausgelassen.
Die Handgriffe werden mit Dunkelbraun abgesetzt. Die Originale sind aus dunklem Holz und meist noch geölt, was sie noch dunkler macht.

Die Lafette wird, wie die Halterung des MG und der Munitionskiste, in Nato-Oliv lackiert. Die Munitionskiste erhält einen Gelboliven oder Nato Oliven Anstrich. Die Munitionskette ist eine Zerlegekette Cal. 7,62mm mit Standard Nato Manövermunition. Die Amerikaner verwendeten hierfür Messinghülsen, die die gesamte Patronenlänge einschließlich Geschoß simulierten und vorne nur mit einem roten Plättchen verschlossen waren. Daher ist die Hülse komplett messingfarben. Die Glieder der Zerlegekette waren brünierter Stahl und werden daher erst Schwarz gestrichen und dann mit Stahl gedrybruscht.

Abschließend werden alle Teile zusammenmontiert. Dabei wir der Lauf ins MG-Gehäuse geschoben, aber nicht festgeklebt, da er ohnehin stramm sitzt. Dann wird das MG in die Halterung an der Laffette eingesetzt. Dazu wird die vorne bereits montierte Stecknadel vorsichtig mit einer Zange herausgezogen. Das geht relativ schwer und somit ist Vorsicht geboten, damit keinTeil beschädigt wird. Hinten sind nur zwei Subminiaturschbauben zu lösen und anschließend wieder einzudrehen.

Am Munitionskasten sind zwei Schrauben zu lösen, die den Gurtniederhalter halten. Dann wird der Munitionsgurt ins MG eingeführt. Das kann etwas Problematisch sein und sollte vor dem Lackieren schon passend gemacht werden. Sitzt der Munitionsgurt, kann der
Gurtniederhalter wieder eingebaut werden. Fertig ist das MG. Nun die Lafette einfach in die Aufnahme am Kommandantenluk einsetzten. Wer verhinden will das sich das Ganze durch Rütteln bei voller Fahrt davonmacht, sollte von unten eine Schraube mit Unterlegscheibe eindrehen. Dazu ein passendes Loch vorbohren.

Für das Mündungsfeuer gibt es teilfertige Systeme, wie für den Merkava oder man kauft sich einfach ein Paar 1mm LEDs mit angelötetem Lackdraht (gibt's im Internet). Letztere kann man nach Farbe selbst bestimmen. Die Fertigen sind meistens Rot, was nicht dem Mündungsfeuer entspricht. Dieses ist gelborange, da die Munition aus Nitrozellulosepulver besteht, welches gelb verbrennt! Daher sollte man eine Gelbe LED wählen.

Zudem ist ein Standardsatz an Werkzeugen am Fahrzeug mit sogenannten Rödelgurten befestigt. Am Modell sind die dafür vorgesehenen Zurrösen bereits mit  angedruckt! Etwas was bei normalen Spritzgußmodellbausätzen entweder nur angedeutet ist oder umständlich einzeln montiert werden muß, meist mit Ätzteilen. Hier sind sie originalgetreu rund und fix und fertig, bis auf den Stützsteg der in der Mitte von unten mitgedruckt werden mußte. Dieser läßt sich aber mit eine scharfen Bastelmesser und viel Vorsicht entfernen. Etwas was unbedingt gleich zu Beginn der Arbeiten erfolgen sollte, da es später nur noch difiziler wird. Auf dem weißen Untergrund ist es schwer die Stege zu erkennen und da es relativ viele sind wird leicht einer vergessen.

Dem Kit liegen vier Rödelriemen mit Schnallen bei. Letztere sind etwas grob und groß, aber dafür voll Funktionsfähig. Hier gibt es noch eine Marktlücke für den Aftermarket, moderne Gurte und Schnallen im Hunderterpack!

Anders wie auf dem Bild links oben werden die Gurte nicht durchgezogen. Stattdessen macht man eine Schlinge um den mittleren Steg der Schnalle und klebt das kurze Gurtende am Ende des Gurtes so zusammen, daß eine Schlaufe um den Mittelsteg entsteht. Wie bei einer Gürtelschnalle. Jetzt kann das lange Ende des Gurtes durch die Schnalle gefädelt und festgezogen
werden!

Beim einziehen der Gurte hatte jede Besatzung so ihre Eigenarten, daher ist hier Fotostudium hilfreich. Zum anrödeln der Werkzeuge ist die hier gezeigte Methode jedoch obligatorisch, denn es geht schnell dran und wieder ab!
Dazu den Gurt mit der Schnalle zum Heck zeigend unter den fünf Ösen durchziehen, dann die Werkzeuge plazieren und sicherheithalber auch festkleben, aber nicht auf den Gurten!
Nun mit Hilfe einer Pinzette den Gurt durch die Schnalle ziehen und vorsichtig spannen. Die Ösen sind erstaunlich stabil, dennoch sollte man es nicht übertreiben beim festziehen.

Wer sich nun fragt warum meine Gurte plötzlich Grün sind, dem sei verraten ich habe sie einfach mal mit Olivgrüner Enamel Farbe angestrichen. Da die Gurte aus Polyestergarn sind ist das zwar suboptimal aber überraschend gut. Denn die Farbe macht den Gurt fast so steif wie das Original. Ich kann das beurteilen da ich einige davon besitze. Sie sind dick und widerstandsfähig, reißfest und schwer zu biegen.

Nachdem die Farbe trocken ist, muß man sie über einen runden Stab ziehen und schon werden sie etwas beweglicher. Die Enden lassen sich mit Hitze, z.B. von einem Lötkolben oder Feuerzeug zuschmelzen. Wenn man das mit dem Druck eine Flachzange macht, sieht es fast wie die originalen Metallklammern aus, die hier zum Schutz vor Ausfransen eingepresst werden. Mit einer Nagelschere kann man die Enden dann noch an den Ecken abrunden, so daß sie besser in die Schnallen gleiten.
Das die Gurte steifer sind, ist beim Einfädeln sogar hilfreich. Sie lassen sich so einfach durchschieben.

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Das Technische Handbuch des M113 beschreibt die korrekte Methode des Anbindens wie folgt:
Stellen sie sicher, daß beide Schlaufe über dem zu sichernden Gegenstand führen!
Eine Anweisung die universell ignoriert wurde!
Hier von einer portugisischen Besatzung beim durchqueren eines Flusses.
Beachte den Schaufelgriff!
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Die Gurte sien eigentlich Dekobänder 2,5mm breit. Die Gibt es im Geschenkpapierhandel und im Internet in unterschiedlichsten Breiten. Wichtig, von der richtigen Seite einfädeln.
Die Gurtschnalle sollte später möglichts in der Mitte sitzen.
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Durch das Einfädeln und Hin-und Herbewegen der Gurte erhalten sie gleich den Authentischen Touch!Die Werkzeuge zusätzlich noch festkleben, aber nicht an den Gurten!
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Die Gurtenden sollten, wenn sie zu lang sind nicht einfach abgeschnitten, sondern unter gezogen werden.Dieser hier allerdings ist deutlich zu lang dafür.
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Um die Schaufel in die vordere Halterung zu schieben muß man sie von unten schräg einführen, ansonstenkommt man an der Öse links nicht vorbei!Hier gibt es zwei Möglichkeiten Gurt Kürzen oder hinter dem Schwallbrett verstecken.

Bei der Schaufel vorne auf der Motorabdeckung, gibt es einen Trick diese in die Halterung zu bekommen. Da obendrüber ein stabiler Ösenring zum Anheben der Motorabdeckung montiert ist, muß man die Schaufel von unten einführen und geschickt daran vorbeiführen. Ist ein wenig trickreich, geht aber. Der Gurt hier ist eindeutig zu lang. Auch im Original gab es dafür kurze Gurte, somit ist passend kürzen eine Option. Man kann das Ende aber auch mehrfach herumschlingen oder hinter dem Schwallbrett verstecken.

Jede Mannschaft und jedes Fahrzeug hatte eine Grundausrüstung an sogenanntem Gerödel dabei. Man bezeichnet hiermit alle Teile die am Fahrzeug festgebunden, verzurrt oder sonst ie temporär befestigt werden. Dazu gehören Werkzeuge, Tarnnetze, Planen, MG Dreibein, Abschleppseil, Ersatzkanister, persönliche Ausrüstung etc.

Da im Fahrzeug wenig Platz ist wurde alles was groß und leicht zu befestigen ist nach außen verlegt. Für die Werkzeuge und das MG-Dreibein gibt es festgelegte Zurrpunkte. Damit jeder gleich weiß wo er suchen muß. Das Tarnnetz wurde meist in eine Plane eingewickelt und zu einem handlichen Paket verschnürt vorne auf dem Schwallbrett befestigt. Manche Besatzungen klemmten, zur Sicherheit, dieses Paket, zusammen mit Schlafsäcken und Rucksäcken auch zwischen halbabgewinkeltem Schwallbrett und Frontplatte ein. So hatte alles einen zusätzlichen Spritzschutz und da in den seltensten Fällen das Schwallbrett ausgefahren werden mußte, erfüllte es noch einen sinnvollen Zweck.
Diese "Außenlasten" wurden nur so mitgeführt wenn die Besatzung das Fahrzeug führte. Auf dem Marsch mittels Panzerzug oder LKW-Anhänger wurde alles ins Fahrzeuginner verfrachtet, was abhanden kommen konnte. So auch die Werkzeuge, die sonst gerne "Beine" bekamen.

Im Gelände sahen die M113 dagegen aber eher aus wie Packesel als wie Panzer. Auf der flachen Oberseite wurde alles befestigt was nicht bei Drei abgesprungen war!
Daher gab es dort auch jede Menge Ösen ohne vorgegebene Verwendung. Neben Munitionskisten und Essensrationenpaketen wurde dort alles verstaut was im Innenraum zuviel Platz belegen würde und nicht "lebenswichtig" war. Im Einsatz klammerte sich meist auch noch so mancher Infanterist am Dach fest, getreu dem Motto: "Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen!"
Diese Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten macht jeden M113 zum Unikat.

Die Peitschenantennen

Dieser Antennentyp ist legendär, sorgte er doch für unglaubliche Szenen in so manchem Manöver. Oft waren Besatzung und umstehende Passanten gleichemaßen in Gefahr von deren herumschwingenden Enden eine Kopfnuss verpaßt zu bekommen. Das war keinesfalls lustig, denn es steckte eine ziemliche Energie in diesen Peitschen und die am Ende befestigten "Kugeln" kamen einer Keule gleich. Entglitt dem Soldaten an Bord das Befestigungseil mit der die Antenne im Boden heruntergebundeklbst davon erschlagen zu werden!
Das tropfenförmige Schutzteil, das einen "Stehaufmännche" ähnelte, bestand auf einer Halbkugel aus Kunststoff mit einem Kegelförmigen Auslauf, in den man das Antennenende hineinschob. Dort wurde es mittels eines Metallsprengrings festgehalten. Allerdings nur solange wie die Schwingenden Bewegungen nicht dessen haltekraft überboten. In solchen Fällen entwickelte sich der Schutz zu einem Geschoß das von einen Katapullt beschleunigt davonflog!
Durch die Verbesserungen in der Funktechnik sind solche Mörderantennen heute nur selten noch nötig, glücklicherweise.

Im Modell kann man die Enden auf unterschiedliche Arten herstellen. Ich habe den Draht einfach angeschliffen und mit Sekundenkleber in mehreren Arbeitsschritten den Tropfen geformt. Man kann auch eine kleine, durchbohrt Perle daran kleben und den Kropfen anschließend mit Sekundenkleber oder Epoxidknete formen. Es geht auch ganz aus Epoxidknete, je nachdem was zur Verfügung steht oder genehm ist.
Schon um die Auge zu schützen sollte man aber das Ende der Stahldrähte so dekorieren!


Das alte Schwallbrett

M113-GN003.jpgM113-Bau-158.jpg
Die Grundversion des Schwallbrettes, diente beim durchqueren von Gewässern als Auftríebshilfe und verhinderte das die Front des M113 nach untern gedrückt wurde.Beim Scratchbau beginnt alles mit einer 2mm dicken PS-Platte, der eine Holzmaserung eingraviert wird.
Dann werden die Positionen der Anbauten markiert

Manchmal überholt einen der Markt beim modellbauen. Heute kam die Meldung, das AHHQ den M113 als Plastikmodell mit Innenausstattung und voll beweglichem Fahrwerk baubar in der A1 oder A1ACAV im Maßstab 1/16 herausbringt!

Endlich hat der Markt das Potental dieses Modells erkannt und wir dürfen uns auf einen tollen Bausatz freuen. Für mich bedeutet es auch, daß ich mir jetzt einige scratch Arbeiten ersparen kann, da die Teile die ich noch benötige im Kit enthalten sind.

Mehr zu der Modellneuheit auf unserer Neues Seite

Eigentlich hatte ich gerade angefangen das einfache alte Schwallbrett scratch nachzubauen. Eine Detailreiche und zeitraubende Tätigkeit für einen wichtigen Bestandteil des Modells. Das werde ich mir aber angesichts dieser Meldung zumindestens bis zum Erscheinen des Plastikkits verkneifen und ggf. dessen Schwallbrett nutzen.
Das Bauteil sieht zwar einfach aus, hat aber einige tückische Details, die sehr viel Zeit in der Umsetztung erfordern. So ist der Auslösemechanismus nicht ganz einfach zu bauen und die Scharniere und Metallkanten oben und unten sind auch relativ viel Arbeit. Die Zeiten wo ich mir beweisen mußte das ich es hinbekomme sind auch vorbei, also nehme ich die Abkürzung.

Ich könnte das Brett auch einfach weg lassen, denn häufig waren diese Teile nicht montiert, besonders in Wüstengebieten wo keine Gewässer zu durchwaten sind, aber das würde nicht zu meinem Modell passen. Zudem nutzten die Besatzungen das ausgeklappte Schwallbrett gerne als zusätzliche Gepäckablage, wenn sie ins Manöver fuhren! Unschlagbar als Diroamenmotiv!

Da der Bausatz ja beide Bretter beinhaltet und ich sicher noch mehrere Varianten des M113 bauen werde, ist das kein Problem. Zudem ist das deruckte A3 Schwallbrett ja noch übrig. Möglicherweise ist es ja besser als das gespritzte Bausatzteil...

Zudem kann vermutet werden, das jetzt langsam Bewegung in den Aftermarkt kommt und eine Reihe von wichtigen Zubehörteilen in Ätz- und 3D-Druck-Bauweise erscheinen werden, wie z.B. Scale Panzerketten aus Metall/Nylon, Rödelriemenschnallen und Nummern Decals...

Finish und Alterung



wird fortgesetzt!

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