
 M8 Armored Trailer Umbau
für die Nutzung an RC Modellen im Maßstab 1:16
Autor
Th. Schrecke 05.05.2026
Alle Modellbilder Copyright ©48Special Models/Thorsten Schrecke
2026 Alle Originalbilder Quelle Internet
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Vorbemerkung
Classy
Hobby hat mit dem M8 Armored Trailer ein "Zubehörmodell" für
diverse US ARMY Fahrzeuge auf dem Markt gebracht, denn dieser Trailer
wurde nicht exklusive nur für den M8 HMC entwickelt!
Der Bausatz ist für die Standmodelle von Classy Hobby gedacht,
zum einen für den M8 HMC und den M5 Stuart. Er kann aber auch
an das M3/M16 Halbkettenfahrzeug oder diverse andere
Geländefahrzeuge und Panzer wie den Sherman M4 oder den M8
Greyhound angehängt werden.
Als ich den Bausatz zum ersten
Mal sah dachte ich sofort er wäre auch etwas für meine
Coolbank RC Modelle des M8 HMC und M5 Stuart! Nachdem ich mir die Teile
und die Bauanleitung angesehen hatte war mir klar, daß hier mit einfachen Mitteln ein relativ
einfach zu bewerkstelligender Umbau möglich
ist.
Im
wesentlichen braucht man nur die funktionslose
Plastikachse durch eine Starrachse aus einem Messingrohr und einem
Schweißdraht zu ersetzen. Zudem kamen mir direkt die Gummireifen
des M16 RC Modells in
den Sinn die perfekt sind, denn sie haben die fast identischen
Maße und das Geländeprofil. Letzteres ist
nebensächlich, da dieser Anhänger vermutlich nur auf der
Straße auf dem
Marsch und eher weniger im Gelände genutzt wurde. Dennoch sind die
Reifen aus Gummi und die Achsaufnahme passt perfekt zur Stahlachse. Die Details des Umbaus gestalten sich allerdings nicht ganz so einfach...
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 |  | Das Deckelbild des Bausatzes, der auch bei uns im Shop erhältlich ist. | 3D-Grafik des Gespanns M8 HMC und M8 Armoured Trailer |  |  | | 3D-Grafik des Trailers mit den original Reifen | Foto aus dem Internet des gleichen Trailertyps. |  |  | | Abbildung aus dem original Handbuch zum Trailer | Im
Gegensatz zum Bausatz sind hier die Zurrösen am Boden der Trailer
Innenseite und die Kanten für die Verriegelung und Stützung
der Klappen zu erkennen. |  |  | | Auch der M3 Grant oder Lee eignete sich offenbar als Zugfahrzeug | Genau wie der M10 Priest der hier im Geländetest zu sehen ist. |
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Der Bausatz
Classy
Hobby ist für gute Qualität und viele, zum Teil, sehr
filigrane Details bekannt. Das ist auch bei diesem Modell so. Wer den
Karton öffnet trifft auf erstaunliche 9 Spritzgußrahmen, 1
Fotoätzteilesatz und einen Decal Bogen, sowie die Bauanleitung.
Letztere ist eigentlich mehr ein
Wo-gehört-jedes-Teil-hin-Anleitung, den die richtigen
Arbeitsabläufe sollte man sich besser selbst zusammenstellen.
Dennoch ist es wichtig sich die Anleitung gut anzusehen, denn so
einfach wie ich es mir dachte ist der Aufbau des Modells nicht. Was
einem beim öffenen sofort in die Augen sticht sind die fehlenden, zu
erwartenden Räder/Reifen. Stattdessen zeigen sich zwei Spritzlinge
mit je 5 runden Scheiben die so gar nicht nach Reifen aussehen.
Aber es wird bald klar das dahinter eine raffinierte Methode
steckt den Formbau simpel zu halten und dennoch einen perfekten Reifen
mit originalgetreuem Profil zu erstellen. Wie man auf den Fotos unten gut
sehen kann, ist der Originalreifen mit einem wellenförmigen
Rillenprofil in Radialausrichtung hergestellt. So etwas in einer
zweiteile Form zu spritzen ist unmöglich. Viel einfacher ist da das
gewählte Verfahren jeden Profilring auf eine Scheibe zu
projezieren und diese übereinander zu stapeln! Derjenige der sich
das ausgedacht hat ist ein wirklich cleverer Kerl! Meine Hochachtung. Montiert
man die Teile, sollte man sie vorher beidseitig mit der Teilenummer
beschriften. Das erleichtert die Orientierung, denn die Scheiben sind
keinesfalls gleich, jede Lauffläche des Reifens ist leicht
gewölbt. Daher muß man erst mal probeanpassen bevor man
endgültig verklebt.
 | | Einer der Reifenspritzlinge. Auf dem Ramen sind alle Teile die doppelt benötigt werden enthalten. | |  |  | | Direkter Vergleich: links das fertig montierte Rad aus dem Kit, rechts das fertig gekaufter M16 Ersatzteil aus dem Internet. | Deutlicher
sind die Unterschiede auf der Innenseite. Das Bausatzrad hat eine
große Bremstrommel in der die Achsaufbahme ruht. Das M16 Rad wird direkt auf die Achse geklebt oder gesteckt. Dazu später noch mehr. |
Ja
aber, höre ich die Nietenzähler sagen, aber das Reifenprofil
stimmt doch hier nicht! Noch schlimmer sage ich, der Durchmesser ist
auch noch einen einzigen Millimeter zu klein! Sieht man hier aber
garnicht oder? Wehe jetzt sagt jemand ja! Mein Argument ist hier, das
eine ist ein Straßenreifen mit Straßenprofil und man kann
ihn ja benutzen. Das andere ist das Geländeprofil und vermutlich
immer greifbar gewesen, auch wenn mal ein Rad getauscht werden mußte
und man braucht ihn nicht zu bemalen und er ist aus Gummi.
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Modell Umbau
Der
Umbau des Modells konzentriert sich im wesendlichen auf den Austausch
der Fake-Achse durch ein Achsführungsrohr und eine Starrachse die
hindurch geschoben wird. Das Rohr orientiert sich in Durchmesser und
Länge an den vorhandenen Maßen. Dazu wird der Abstand von
einem Ende des äußeren Absatzes zum anderen gemessen. Dieser
bestimmt die Länge des inneren Rohres.
Während der
innere Abstand (innerhalb der Bremstrommelabdeckungen) die
Länge des äußeren Rohres bestimmt (ca. 9,9cm). Der Absatz der sich so an den Enden ergibt, dient der Aufnahme der Bremstrommelabdeckungen
auf beiden Seiten. Das äußere Rohr ist ein Messingrohr
mit Ø 4mm in das ein passendes Ø 3mm Rohr mit
ca. 2,5-2,9 mm Innendurchmesser eingesetzt wird. Als Achse dient dann
ein Stahlstab, z.B. eine Schweißdraht, der möglichst leicht
und spielfrei im Innenrohr dreht. Er sollte genug Spiel haben um noch
eingefettet zu werden!
Es ist dem Modellbauer überlassen ob
er meinen Beispiel folgen will und die Gummireifen montiert oder ob er
lieber die beiligenden Räder verwenden möchte. Dazu sei
angemerkt, daß die Bausatzräder innen ein konisch
zulaufendes Achsende haben, da das Drehlager im Rad liegt! Dies
muß man dann entsprechen anpassen z.B. durch aufbohren. Beim
Stansmodell dient dies der Radzentrierung. Die Originalkonstruktion ist
allerdings nicht für den echten Einsatz ausgelegt. Daher die neue
Achse.
Um das Achsrohr in den Trailerrahmen
einzupassen, muß man zuerst die Positionierungsstifte in dessen
Mitte wegfräsen. Dann werden mit einer feinen Modellbausäge
oder Trennscheibe, an der Außenseite je rechts und links der
Achse, Einschnitte bis auf den Innenboden gemacht. Ich empfehle eine
Feinsäge zu nehmen, da sie bessere Kontrolle über den Schnitt
ermöglicht. Je genauer die Einschnitte am Achsdurchmesser liegen
umso weniger Nacharbeiten benötigt man. Daher lieber zuweit innen
schneiden und auffeilen als zuspachteln!
Die beiden Achsrohre
sollten, vor der Montage im Rahnen, ineinander geschoben und mit
dünnflüssigem Sekundenkleber verklebt werden. Dabei auf deren
mittige Ausrichtung achten. Wird dies ordentlich ausgeführt sitzt
das innere Rohr so, daß man die Bremstrommelabdeckung später bündig darauf kleben kann! Vorher
wird das fertige Achsrohr aber erst in den Rahmen eingepasst. Das Rohr
muß plan auf dem gesamten Boden aufliegen und auf beiden Seiten
mit gleichem Abstand überstehen. Ist das gegeben, wird es mit
Sekundenkleber so fixiert, daß noch korrigiert werden kann. Also
Punktkleben!
Stimmt die Position kann die Achse auf ganzer
Länge mit dickflüssigem Sekundenkleber und Füllstoff
(Quarzsand oder Aluminiumoxidpulver) endgültig verklebt werden.
Der Füllstoff sorgt für eine schnellere Aushärtung und
eine stabilere Verbindung. Etwaige zu hoch aufgefüllte
Klebestellen sollten sofort auf die Höhe der Stege reduziert
werden, denn sonst müssen sie später mit viel Arbeitseinsatz
abgeschliffen werden! Unbedingt darauf achten das kein Kleber in
das Achsrohr hineingelangt! Man kann die Enden z.B. mit
Wattestäbchen verschließen. Alles gut trocknen lassen. Dann werden die Bremstrommelabdeckungen
auf beiden Seiten angebracht. Sie sollten perfekt auf das innere
Rohrende passen und werden mit der Kerbe nach oben montiert. Unbedingt
auf die, in der Bauanleitung angegebene Ausrichtung achten, sonst
paßt später die Bremsleitung nicht!
Die M16
Räder müssen auf die Stahlachse montiert werden. Das sollte
so geschehen, das man sie ggf. auch mal entfernen kann, um z.B. die
Welle neu zu fetten. Da bei meiner Methode der Schweißdraht
leider wenige zehntel Millimeter dünner ist als der
Innendurchmesser der Achsaufnahme am Rad gibt es wenige Alternativen
zum verkleben. Für die provisorische Montage während des Baus
habe ich die Enden der Achse mit Tesafilm umwickelt. Gerade soviele
Runden wie nötig, damit der Achstift stramm in der Rasnabe sitzt. Das
passiert zuerst nur auf der einen Seite. Dann die Achse durch das Rohr
schieben (ohne zu Fetten) und auf der anderen Seite wieder die gleiche
Anzahl an Runden Klebefilm umwickeln. Sitzt es zu stramm in kleine
Schritten abwickeln und kürzen bis es passt.
Diese
Lösung ist nur ein Provisorium, kann aber in abgewandelter Form
später auch endgültig genutzt werden. Dazu die Achse leicht
einfetten, nur ganz dünn. Dann mit einem 1,2 cm breiten
Papierstreifen stramm umwickeln. Je nach Papierdicke mehr oder weniger
oft. Diese "Hülse" dann in die Achsaufnahme einsetzen. Sie sollte
mit möglichst wenig Spiel, aber leicht einführbar sein. Nun
dünnflüssigen Sekundenkleber in den Spalt zwischen Achse und
Rad tropfen. Dabei sparsam arbeiten! Trocknen lassen und beim zweiten
Rad wiederholen. Die gefettete Achse sollte sich nach dem Trocknen
leicht aus der Radnabe ziehen lassen. Das Fett dann mit Lösemittel
vorsichtig entfernen, so das man sie später ankleben kann. Alternativ
kann man der Stahlachse vorher noch ein Gewinde verpassen und statt
Papier saugfähiges und kompremierbares Papiertaschentuchpapier
nutzen. Das sorgt dafür das ein Gegengewinde entsteht, was den
Halt erhöht und ein Aufschrauben ermöglicht!
Der
restliche Zusammenbau des Modells erfolgt dann eigentlich nach Bauplan.
Ein paar Kleinigkeiten sollte man aber noch beachten!
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 |  | | Die Achsrohre sind hier bereits in den Rahmen des Trailers integriert. | Hier die Abstände und die Verklebung im Detail. |  |  | | Die Stahlachse sollte möglichste spielfrei passen. | Stimmen die Maße muß an der Bremstrommelabdeckung nicht nachgearbeitet werden! Die Nummer des Bauteils draufzuschreiben schützt vor Verwechslung! |  |  | | Die
an den Bausatzrädern befestigte Bremstrommel kann man bei den M16
Räder noch nachrüsten aber auch getrost vergessen, da man sie
später nicht wirklich sieht. | Sieht schon wie ein Anhänger aus. |  |  | Wichtig ist der korrekte Radstand. Wer die Rücklichter beleuchten will sollte hier jetzt handeln! | Jetzt kann der Rest montiert werden. |  |  | | Laut
Bauplan sollen die Stützenteile beweglich bleiben, was in der Realität aber nicht praktikabel ist. Daher festkleben! | Die
Bremsleitung (ein Bowdenzug) ist in einem Rohr geführt und
dient als Hand-oder Feststellbremse. Die Rohrleitung aus Kunststoff heil ausdem
Spritzling zu bekommen ist fast unmöglich. Man kann sie auch
nachbiegen aus Messingdraht, was vermutlich stabiler ist. |  |  | | In meinem Fall brach das Rohr gerade über dem Träge so habe ich es einfach daran festgeklebt. | Die Leitung führt unter dem Rahmen zu den Bremstrommeln. Hier wird sie einfach angeklebt. Jetzt zeigt sich wer diese richtig montiert hat! |  |  | Dieser Kasten ist das Batteriefach für die Beleuchtung (am Original). Die Flügelmuttern festzukleben ist eine echte Herausforderung (auch wenn man noch gut sieht). Hier wird das 0,5 mm Loch gebohrt für die Leitung. | Hier eine dieser Biester. Das Kästchen hat 1x1cm" Ein paar extra am Spritzling wären echt hilfreich!! |  |  | Dies ist die Leitung vom Batteriefach zum Trailerrahmen (unten). Es lohnt den Versuch nicht es vom Spritzling zu trennen! | Bevor ich auch nur darüber nachdenke es vom Rahmen zu trennen, greife ich gleich zu einem passenden Draht. |  |  | | Der kleine Kreis in der Mitte am Rahmen markiert die Stelle in die das Kabel geführt wird. Hier ebenfalls bohren! | Zu
den Teilen die man mit keiner Technik intakt vom Spritzling trennen
kann gehören die Rödelriemenösen. Diese ist die einzige
Überlebende! |  |  | | Daher Löcher bohren Ø 0,5mm | Immer mit dem gezeigten Abstand von der Markierung, denn die gibt den Schweißpunkt vor.
|  |  | | Nun biegen wir uns eckige Us in Form einer Tackerklammer und führen sie in die Löcher ein. | Hier
nicht zu sehen ist, das in die Ösenöffnung auf der Gegenseite
ein Streifen Pappe eingelegt wurde, als Abstandhalter. Auf der Innenseite werden die Enden umgebogen und mit Sekundenkleber fixiert. |  |  | Nun
die Pappstreifen entfernen. Sollten sie festkleben dauert das etwas
länger aber man bekommt sie raus. Nicht so hätte man
PS-Streifen benutzt! | Sieht
schon fast fertig aus, ist er aber nicht. Die Deckelklappen müssen
noch zusammengeklebt und mit einer PS-Platte verstärkt werden. Nur bei der beleuchteten Version! Wer den Trailer offen bauen möchte überspringt dies. |
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Besonderheiten beim Zusammenbau
Beim
montieren der filigraneren Einzelteile ist Vorsicht schon beim
abtrennen von Gußrahmen geboten. Es gibt Teile wie die
Flügelmuttern des Batteriekasten und des Deichselfachs die nicht
mal einen Millimeter groß sind und somit kaum zu sehen ohne Lupe!
Entgegen der Bauanleitung sollte man daher das Batteriefach erst am
Trailerkasten festkleben und später die Flügelmuttern
ergänzen.
Das Kabel außen am Batteriefach des Trailerkasten
führt nach unten in das Mittelteil am Rahmen, auf dem ein kleiner
Kreis markiert ist. Das vorgesehene Bauteil vom Gußrahmen zu
trennen habe ich erst garnicht versucht und stattdessen gleich ein Loch
in den Kasten und in den Rahmen gebohrt. In den Kasten klebte ich ein
längeres Stück Draht ein, welches später, wenn der
Kasten festmontiert wird, einfach in das Loch eingeschoben wird. Will
man den Kasten abnehbar gestalten, weil man z.B. Beleuchtung
integriert, sollte man den Draht unten nicht festkleben.
Ähnlich
verhält es sich bei den Rödelriemenösen auf den
Lukendeckeln. Von insgesamt acht gelang es mir nur eine einzige heil
vom Rahemn zu trennen! Das nicht weil ich dicke, ungeschickte Finger
habe, nein sondern weil Teile wie diese bei der Herstellung in der
Mitte schneller abkühlen als sich der von beiden Seiten
eingespritze Kunststoff verbinden kann. So entsteht eine feine fast
unsichtbare Trennline ohne echte Tragkraft direkt mitten im Bauteil,
die bei jedem Versuch das Teil abzutrennen sofort bricht!
Daher
garnicht erst versuchen. Stattdessen gleich Löcher bohren Draht biegen
und wie oben schon beschrieben festkleben. Wer den Kasten offen
darstellen will kann die Drahtenden auch hochstehen lassen und nach dem
Trocknen des Klebers abschneiden und verschleifen. Mit Klebepunkten
rechts und links neben dem Draht lassen sich die
Schweißnähte simulieren. Streut man feinen Füllstoff
darauf bekommen sie auch etwas Struktur. Alternativ kann man auch einen
Gußgrat erwärmen dünn ausziehen und in kleine
Stücke zerteilen. Diese dann mit Platikkleber, Aceton etc.
ankleben und runzeln lassen. Die dritte Methode wäre eine
dünne Rolle aus Epoxidknete aufdrücken, zurechtmodellieren
und fertig.
Die Bremszüge bestehen im Original aus
Metallrohren mit einem innenliegenden Stahlseil. Und werden so zur
Feststellbremse. Die Bauteile sind aus 0,8mm dickem Kunststoff und
brechen schon beim anschauen. Man kann sie wieder zusammenkleben, wie
ich es der Einfachheit halber gemacht habe, oder aber man biegt sie aus
Messingdraht einfach nach.
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Beleuchtung gefällig?
Ich
wollte mir das zwar eigentlich sparen aber weil es förmlich
danach schreit mach ich es doch. Man kann die Rückleuchten auch
noch
beleuchten. Woher man passende, originalaussehende Rücklichter in dieser
Größe bekommt habe ich noch nicht herausgefunden. Das
Leuchtmittel der Wahl ist aber auch hier eine zylinderförmige, rote LED maximal 5mm im
Durchmesser. Um diese am Rahmen zu befestigen werden mit dem Handbohrer
jeweils zwei Löcher waagerecht, nebeneinander in den Rahmen
gebohrt. Deren Abstand orientiert sich an der LED. Ich
habe hierfür zwei rote LED mit zylindrischer Form und flacher Oberseite aus einer
billigen Weihnachtslichterkette geschnitten, von den Anschlüssen
befreit und neu verdrahtet.
Nun die LEDs
von innen einschieben. Ist das Loch genau gebohrt und gefeilt sollten sie von ganz alleine fest sitzen!
In
den Boden des Trailerkasten zwei Löcher bohren, durch die die
Kabel nach oben in den Kasten geführt werden können. In den
Trailer kann man nun einen Doppelpack aus zwei AAA Batterien in
einem Batteriefach einbauen. Wer will der installiert am Rahmenboden
in der Mitte oder wo es am günstigsten ist, noch einen
einfachen Schiebeschalte, der mit dem Batteriefach und den LEDs
verdrahtet wird. So läßt sich das Licht einfach, von
außen, ein- und ausschalten.
Man
sollte den Kasten nun
nicht mit dem Rahmengestell verkleben, sondern in den vier Ecken
jeweils eine Metallgewindschraube so verkleben, daß sie fest sitz. Dazu
in
den Boden des Kastens passende Löcher bohren und eine mit einer
Kontermutter belegte Zylinderkopfschraube mit M3 Gewind einsetzen. Dabei ausreichend Abstand von
den Seitenwänden halten, damit man mit dem Werkzeug gut ran
kommt und Platz genug ist um einen Ladungsdummie darüber zu
platzieren und/oder die Deckelluken in geschlossenem Zustand.
Der
Kopf der Schraube sollte durch die untere Kontermutter auf einen
Abstand von ca. 5mm vom Kastenboden fixiert sein. Gerade so tief,
daß er den Boden der Rahmenplatte berührt. Den Schraubenkopf
vorher anschleifen! So haftet der Klebstoff besser.
Die
Schraube nun von oben mit
einer Mutter sichern. Testweise einpassen und danach die
Schraubenköpfe mit wenig Klebstoff bestreichen und alles in der
richtige Position platzieren und trocknen lassen. Dann
die Muttern entfernen, den Kasten abnehmen und siehe da, oh Wunder, die
Schrauben kleben am Rahmen in der richtigen Prosition! Nun um den
Schraubenkopf reichlich dickflüssigen Sekundenkleber verteilen und
mit Füllstoff bestreuen. Dadurch härtet alles schneller aus
und wird stabiler! Die Kontermutter anschließend so
ausrichten, daß sie auf Höhe der Rahmenkante liegt und der
Kasten keine Luftspalt mehr zum Rahmen hin hat. Die Kontermutter
nun mit einem Kleberpunkt sichern und alles durchtrocknen lassen.
Anschließende
in den Kastenboden zwei weiter Löcher bohren, als
Kabeldurchlaß für die LED Leitungen. Die Leitungen
durchfädeln und den Kasten auf den Rahmen setzen. Selbigen mit den
verbliebenen Muttern festschrauben. Durch die Kontermutter unter dem
Kasten kann nun die Mutter den Kastenboden nicht verbiegen oder
beschädigen. Der Kasten kann aber jederzeit entfernt werden.
Tipp zum Anbringen der PS-Platte an der Deckelluke:
Die
Lukenteile erst in der Mitte zusammenkleben. Dazu beide Teile auf den
Kasten aufsetzten und in die Scharnier einhängen, dann die rechte
überlappende Klappenkante mit Sekundenkleber bestreichen (Nicht an der
Bordwand!) und die Klappen schließen. So sitzen sie perfekt in den
Schranieren! Nach dem Trocknen herausheben und die vorbereitete
PS-Platte einpassen, so daß sie perfekt in den Kasten paßt. Einige
hundertstel mm Spiel lassen für den folgenden Lack! Um die PS-Platte
mit der Klappe zuverheiraten habe ich mir zwei Streifen Klebeband,
leicht durchhängend über die Kastenseiten geklebt und die PS-Platte
darauf gelegt. Sie sollte noch so hoch hängen, daß sie leicht über den
Kastenrand steht! Nun die Klappen mit Sekundenkleber bestreichen.
Dabei wieder ausreichend Abstand zum Rand lassen, sonst bekommt man sie
niemehr raus! Die Klappen dann auf einer Seite in die Scharniere
einsetzen und dann zur anderen Seite herunterdrücken, bis sie dort auch
in die Scharniere greifen. Kurz antrocknen lassen und dann
herausnehmen. Achtung manchmal paßt das Ganze nur in einer Richtung in
die Scharniere. Es ist daher hilfreich sich eine Seite innen zu
markieren, damit man weiß wieherum sie eingesetzt werden muß. Nun
kann das Bauteil lackiert werden. Die Unterseite nach jedem Farbauftrag
erst trocknen lassen und testen ob sie noch problemfrei passt. Hat sie
zuviel Spiel kann mit mehr Lack nachgebessert werden!
Um
die Glaskörper der Rücklichter wird noch ein passend
zugeschnittener Streifen Aluklebeband gewickelt und
anschließend mit dem Pinsel mit dem gleichen Spraylack bemalt wie
der Rest des Anhängers. Der Alustreifen ist
lichtundurchlässig und reflektiert nach innen. Durch die Farbe
sieht er dem echten Rücklicht schon recht ähnlich.
Man kann sich
von den Rücklichtern im Bausatz auch eine Behelfsform der
Glasteile machen indem man diese in Knete drückt und dann mit
Sekundenkleber dickflüssig oder klarem Kunstharz
ausgießt. Wenn das trocken ist aus der Knete nehmen, mit
Waschbenzin säubern und die Gehäusestege olivgrün
bemalen. Die Rückseite dann passend zuschleifen und klar rot
bemalen. Wenn trocken, dann mit wenig Sekundenkleber am Rand auf die
LED kleben fertig ist das Rücklicht.
Anmerkung zu den LEDs.
Die von mir verwendeten LEDs stammen aus einer Lichterkette mit
farbigen LEDs die eine zylindrische Form haben. Zudem leuchtet die LED
in der Mitte des Glaskörpers wie eine "eingebaute Glühlampe"
also punktuell, nicht flächig wie die meisten handelsüblichen
LEDs. Das war ein unvorhergesehener Glücksfall, der den
altmodischen Glühbirneneffekt der Kriegsbeleuchtung am Fahrzeug
noch betont. Da man diese LED-Ketten meist an Weihnachten für
wenig Geld bekommt, weniger als wenn man die Dinger einzeln kaufen
würde, lohnt sich die Anschaffung schon wenn man nur wenige LEDs
braucht und der Rest wird ja nicht schlecht. Zudem hat man noch mehr
unterschiedliche Farben wie Grün, Blau und Gelb, die man für
ander Projekte nutzen kann.
Die Ketten bestehen aus eingefärbten, punktförmigen, baugleichen
weißen LEDs mit gleichem Vorwiderstand. Durch ihre Verschaltung
in der Kette und mit einem Netzteil/ Batteriefach sind einzelne
Vorwiderstände nicht nötig! Ich lege die LED bis auf die
Drahtbeinchen frei, löte alle Anschlüsse ab und verdrahte sie
neu mit richtiger Polung! Die beiden LEDs für das Rücklicht
werden parallel geschaltet und dann mit demSchalter und dem Batteriefach
verbunden. Das Batteriefach stammt aus einer anderen Quelle und besteht
aus zwei AAA-Batterien die 3V Spannung liefern. Das reicht völlig
und bedarf keines Vorwiderstandes mehr.
Will man die Beleuchtung
mit dem Zugfahrzeug koppeln sieht das je nach Hauptplatine des
Zugfahrzeuges anders aus. Daher die Betriebsanleitung des Modells
studieren!
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 |  | | Der Unterbau nach der Spraydosenlackierung mit Kunststoffhaftvermittler und WWII Olivgrün. | Der Aufbaukasten wurde ebenfalls lackiert und dann mit 3mm Löchern versehen. Deren lage sollte so gewählt werden, das sie den LEDs nicht zu nahe kommen und auch die Verstrebungen vermeiden! |  |  | | Die Bodenseite ist schon mal grün leider sieht man aber noch Unebenheiten, aber nur wenn man das Ding umdreht! | 3mm
Zylinderkopfschraube mit einer Kontermutter versehen und durch die
Löcher schieben. Dabei den Kopfabstand ca. 1mm höher
einstellen, als der Unterbau tief ist! |  |  | Alle Schrauben anschleifen, damit der Kleber besser haftet.
| Dann umdrehen und in den Unterbau einpassen. Trocknen lassen! |  |  | Nach
dem der Kasten wieder abgehoben wurde die Schraubenköpfe mit viel
dickflüssigem Sekundenkleber und Füllstoff einkleben. Dabei die Kontermutter nicht festkleben! | In die vorgebohrten Löcher kommen nun die LEDs mit Anschlußleitung |  |  | | Ich habe, um Kurzschlüsse zu vermeiden, noch einen Schrumpfschlach nachgerüstete. | Jetzt die Kontermuttern genau einmessen. So daß der Kasten genau darüber paßt. Dann zusätzlich noch zwei Löcher für die Kabeldurchführung bohren. |  |  | Den Kasten aufsetzen und mit Muttern anschrauben. So kann er später jederzeit wieder abgenommen werden. | In
den Kasten kommen ein Batteriefach, welches mit Doppelklebeband
befestigt ist und vor der Achse sitzt um das Gewicht besser zu
verteilen. Angeschlossen ist ein einfacher Schalter, für den ich noch keinen endgültigen Platz gefunden habe. |  |  | Da die zylindrischen LED den echten Rückleuchten recht nahe kommen, habe ich diese mit Aluklebeband umwickelt. Danach wurden sie, mit dem Pinsel, mit dem oliven Spraylack bemalt. Die Reflektoren obendrüber werden noch mit Alu und klarem Rot lackiert. | Die oberen Deckelklappen wurden mit einer passend zugeschnittenen Polystyrolplatte von innen beklebt und dann lackiert. |  |  | | Die
Platte sollte ruhig 3mm dick sein, damit sie fest im Aufbau sitzt.
Daran denken, daß der Spraylack aufträgt und alles noch
strammer macht. Aber vor allen gründlich trocknen lassen sonst
klebt er fest! | Äußerlich ist der Trailer nun fertig und kann farblich gealtert und markiert werden. | |  |
| Nach Abschluß der Farbgebung wird die Radachse dann fixiert. Entweder durch kleben oder mechanisch. |
| Fazit
Der
Bausatz ist sowohl als Standmodell als auch als Ergänzung zum
RC-Modell nutzbar und eigentlich sehr einfach umzurüsten. Die hier
nicht abgebildete und umfangreiche Munition die dem Modell beiligt,
sowie die geätzten Rödelriemen ermöglichen eine weiter
Detaillierung. Wer die Klappen zum öffnen bauen will muß
allerdings funktionsfähige Scharniere nachrüsten, da sich die
im Bausatz enthaltenen, schon wegen ihrer Größe, nicht
eignen!
Allerdings fährt selten ein Fahrzeug mit offenen Klappen, daher ist das wohl ehr etwas für ein Diorama. Ich werden von diesen Anhängern sicher nicht den letzten gebaut haben, denn das M3 und der M5 Stuart warten noch...
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Hier endet der Baubericht
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