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Apollo 17
Raumanzug Details

Die Firma Hobby Master hat, nach Dragon, einen Apollo Astronaut im Maßstab 1/6 herausgebracht. Herstellungsbedingt und vor allem weil das Original weitaus komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint, kann solch eine Modellfigur nur ein Kompromiß sein!
Im großen Ganzen gesehen ist die Figur aber eine gelungene Version des Apollo 17 Raumanzuges, dessen offizielle NASA Bezeichnung A-7LB-EV ist und der von der Firma ILC hergestellt wurde. Wichtig dabei ist zu wissen, daß er sich von dem Vorgängermodell, den als A7L bezeichneten Anzug, in vielen Details deutlich unterscheidet und das möchte ich hier näher beleuchten. Außerdem wurde dieser Anzug nur von den Astronauten Schmitt und Cernan, die auf dem Mond gelandet sind, getragen. Der Commando Module Pilot trug die Anzuversion
A-7LB-CMP. CMP steht hier für Command Module Pilot, während EV für Extravehicular steht.

Wer sich für die Historie und Technik der Raumanzüge, etc. interessiert, dem empfehle ich eine Bildsuche im Internet unter Schlagwörtern wie PLSS, Raumanzüge, Space Suits, Apollo, etc.

Alle Bilder die hier gezeigt werden stammen entweder vom Hersteller Hobby Master (Modell) oder beim Original von der NASA.
NASA Bilder sind in der Regel frei nutzbar und werden hier nur zur Hintergrundinformation herangezogen.
Wer etwas genauer sucht wird auf der NASA Seite alle Bilder als hochauflösende Originalbilder, sowie alle Missionsberichte finden!

Die genaue Missionsbeschreibung findet man im NASA Apollo 17 Press Kit (A17_PressKit.pdf) auf der Webseite der NASA!
Viel Spaß beim Suchen, es lohnt sich.

Wer sich nur für modellbauerische Details interessiert, dem soll diese Seite weiterhelfen. Ich möchte hier nur eine Möglichkeit aufzeigen, wie man aus der ohnehin schon guten Hobby Master Figur eine originalgetreue Nachbildung machen kann, wenn man möchte.


Apollo 17
A-7LB-EV Raumanzug im Vergleich


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Die Figur von HM
Das Original, inklusive Gene Cernan, auf dem Mond
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Die Frontseite mit allen Anschlüssen.
Da gibt es schon ein paar Unterschiede!
Was die Macher des Figurenkopf allerdings vergessen haben, ist daß das Gesicht in der Schwerelosigkeit etwas aufgedunsen wirkt, da sich das Blut gleichmäßig im Körper verteilt.
Der Kopf ist gut getroffen.
Sogar der Drei-Tage-Bart passt!

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Die Figur kommt mit Ständer und Namensschild!
Leider aber ohne die Beintaschen zum Aufschnallen!
Bis auf die aufgeschnallten Beintaschen und einige kleine Details ist die Modellfigur sehr gut getroffen!
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Was dem Anzug hier fehlt ist der Innendruck! Die Anschlüsse der Schläuche sind beim Original deutlich anders. Dazu weiter unten mehr.
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Offensichtlich inkorrekt sind die Schlauchabgänge am PLSS.
Da die Astronauten auch im Mondauto saßen, hätten solche Schlauchabgänge gestört!
Die linke Seite von H. Schmitt (von Cernan konnte ich kein entsprechendes Bild finden). Deutlich zu sehen, die Schläuche kommen alle oberhalb des Hüftgurte aus dem PLSS
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Nachbau Original
Schmitt-Overshoe-04.jpg Schmitt-Overshoe-01.jpg
Der Überschuh wurde über den am Anzug befestigten Schuh gezogen und sollte die eigentlichen Schuhe schützen und besseren Halt geben. Auch das Profil der Sohle stimmt beim Nachbau
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Auf den Prototypenbildern hat HM das mittlere Sonnenvisier noch als Bewegliches Teil eingebaut gehabt.
Bei der ausgelieferten Figur fehlt dieses wichtige Detail leider!
Da ist es nur noch angedeutet.
Der Originalhelmüberzug hat 5 Visiere eingebaut:
1. Ein klares Polycarbonvisier als Beschlag- und Steinschlagschutz
2. Ein vergoldetes Sonnenschutzvisier gegen Strahlung
3. Zwei seitliche Blendschutzvisiere
4. Ein mittleres Blendschutzvisier mit hochklappbarem Mittelteil

Beachte die OPS Leitung vom Purge System zur Steuerung auf der Brust! Über sie wird das Sauertoff Notsystem aktiviert.
Beachte auch das Braune Kabel am PLSS. Das ist das Antennenkabel.
Wozu das am Überhelm angeklettete Band dient konnte ich noch nicht klären.
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Der Überhelm (LEVA) von Harrison Schmitts Raumanzug. Gut zu sehen die Klettverbindungen vorne und auf der Rückseite.
Interessant ist die rote Innenfarbe!
Hier ist das goldene Visier vollständig geschlossen, da er direkt in die Sonne blickt. Man beachte die Haltegriffe an den Visieren und deren Position!
Auch gut zu sehen, die genaue Position des Hauptkabelstranges an der Fernsteuerung und der ballförmige Schnellkupplungsgriff am unteren roten Schlauch.

Das PLSS = Portable Life Support System, zu deutsch Tragbares Lebenserhaltungssystem

Beim PLSS handelt es sich um eine Kombination von Kreislaufatemsystem, wie es auch im Tauchsport eingesetzt wird und einem Pumpsystem mit dem ein Wasserkreislauf im Anzug in Bewegung gehalten wurde und über einen Wärmetauscher im PLSS hauptsächlich gekühlt wurde.
Da
sich die Astronauten auf der sonnenbeschienenen Seite des Mondes bewegten und dabei verhältnismäßig anstrengende Arbeit verrichteten, mußten sie aktiv gekühlt werden!
Dies erfolgte über einen Wasserkreislauf, der durch eine Art Unterwäsche zirkulierte, die mit Leitungen durchsetzt war. Das Wasser wurde dann in das PLSS gepumpt und dort über einen Kühlkörper abgegühlt. Das Tempo der Wasserzirkulation steuerte dabei den Grad der Abkühlung.

Das Sauerstoff Atemsystem bestand aus dem PLSS und dem sogenannten Oxygen Purge System, dem Reserve- oder Notfallsystem, welches in dem Kasten oben auf dem PLSS-Tornister untergebracht war.
Das Purge System besteht aus zwei Kugeltanks mit Sauerstoff für max. 30-75 Minuten. Außerdem ist oben auf dem
Purge System Kasten, die VHF-Antenne befestigt, welche die Kommunikation überträgt. Das braune Kabel dieser Antenne führt nach unten zum PLSS und endet in einem Stecker, der sich über der rechten Schulter des Astronauten befindet. Auf manchen Bildern kann man hier ein braunes Kabel sehen! Das OPS kann auch unabhängig vom PLSS benutzt werden, z.B. beim Umstieg vom LEM in das CM oder wenn das PLSS den Astronauten behindet.

Das PLSS besteht außerdem aus einem Sauerstoff- und einem Ausatemgas Reinigungstank welcher mit Lithiumhydroxid und Aktivkohle befüllt ist und dem ausgeatmeten Gas das Kohlendioxid und Feststoffe (Wasser) entzieht. Der so rückgewonnene Rest-Sauerstoff wird dem Atemkreislauf wieder zugeführt. Außerdem enthält das PLSS eine Batterie zur Stromversorgung sowie die Elektronik für Kommunikation und Telemetrie.


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Das PLSS mit Purge System ohne die Schutzverkleidung.
Dies hier ist ein Museumsaustellungsstück bei dem die Tanks aufgeschnitten sind.
 Beachte den roten Tank rechts!
Der eigentliche Raumanzug ist ein in sich geschlossener, druckfester Anzug aus einem Silikongummi Material. An ihm sind alle Anschlüsse befestigt. Zudem sind diverse Seilzugsysteme angebracht, die dem Astronauten bei der Bewegung helfen sollen.
Eingehende Anschlüsse sind blau, abgehende rot.
Der Innendruck entscheidet maßgeblich über die Beweglichkeit!
Über diesen Anzug kommt dann der sogenannte, weiße
ITMG-Schutzanzug.
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Ein PLSS mit abgenommenem Schutzkasten.
Der (im oberen Bild) rote Tank fehlt hier zwecks besserer Übersicht. Die gelbe Kappe (rechts, mitte) deckt den Anschluß für den Stecker des Fernsteuerkabels ab.
H. Schmitts Trainings PLSS. Sieht äußerlich wie das auf dem Mond verwendete aus, ist aber innen anders aufgebaut!
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Als Orientierung für den Modellbau sind die Bilder dennoch aber sehr hilfreich.
Die Öffnung in der Mitte ist ein Griffloch zum halten des Tornisters.
Die Streifen auf der Rückseite sind Klettbänder!
Die rechte Seite mit der Abgedeckten Gasflasche. Durch das Loch in der Abdeckung, rechts oben kann man ein Manometer sehen, was bei den Mondgeräten dort nicht verbaut war! Hier ist eigentlich ein Befestigungspunkt, an dem das PLSS in der Mondlandefähre aufgehängt ist um den Astronauten das anlegen zu erleichtern.
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Das Manometer ist hier deutlich zu sehen. Auch die Rückwand gibt es bei den auf dem Mond eingesetzte PLSS nicht. Gut zu sehen die Position der Steckeranschlußes für das Fernsteuerkabel.  
Diese ist identisch.
Die Anleitung zum Auffüllen des Wassertanks für die Versorgung des Astronauten mit Wasser, das er über ein Mundstück im Helm trinken kann.


Der Aufbau des Raumanzuges A-7LB-EV

Der eigentliche Druckanzug ist ein, aus einem Silikongummi gefertigter, luft- und druckdichter Anzug der zum Schutz gegen Beschädigung mit einem blauen Stoff beschichtet ist. Mit ihm sind der Helmanschluß und die Handschuhanschlüsse verbunden.

Der Anzug hat darüber hinaus eine Anzahl an Zugängen für Luft und Wasser (blau) und Abgänge für Abluft, Ablaufendes Wasser (Kühlsystem) und Urin (rot). Der Urinablauf befindet sich auf dem rechten Oberschenkel und ist über eine Tasche im Schutzanzug von außen zugänglich, so daß eine Entsorgung der Urinbeutel ohne eine Entlüftung des Anzuges erfolgen kann!

Der Anzug hat festverbundene Schuhe und über Bajonetanschlüsse abnehmbare Handschuhe. Es gibt zwei unterschiedliche Handschuhtypen. Einen Satz für Arbeiten im LEM. Diese sind aus Gummi und dünner. Und einen Satz für Außeneinsätze, diese haben eine zusätzliche Isolierung und sind sehr klobig.

Unter dem Druckanzug trägt der Astronaut einen dünnen Overall in dem die Leitungen des Kühlsystems verlegt sind.
Über dem Druckanzug wird ein sogenannter ITMG-Schutzanzug getragen. 
ITMG steht für Integrated Thermal Micrometeoroid Garment.
Dieser besteht von außen nach innen aus einer Lage abriebsicherem Teflongewebe, darunter folgt ein Lage aus Teflonbeschichtetem, unbrennbarem Beta Stoff (Kevlar) als Micrometeroitenschutz (weiß), gefolgt von mehrere Lagen aluminisierter Mylarfolie (auch bekannt als Rettungsdecke) zur Wärmeisolierung und einem Innenfutter aus Stoff, welches inneren und äußeren Teil gegen Beschädigung durch Abrieb schützt.
Im ganze 18 Lagen aus isolierenden Materialien!

Die Handschuhe für den Außeneinsatz sind in gleicher Weise aufgebaut.

Die Gesamte Anzugeinheit aus Innerem- und Äußerem Anzug, PLSS, Oxygene Purge System etc. wird als EMU (Extravehicular Mobility Unit) bezeichnet und ermöglicht es dem Astronauten einen 7 stündigen Außeneinsatz zu bewältigen!

Mit dem sogenannten Beta Gewege werden auch alle wichtigen Geräte wie PLSS und Purge System sowie die Fernsteuer-und Kommunikationseinheit auf der Brust gegen Micrometeroiten geschützt. Ob es geholfen hat ist nicht bekannt. Das damals noch geheime Material Kevlar, welches schon damals für schußsichere Westen genutzt wurde, durfte in den damaligen Berichten nur als Beta Material bezeichnet werden! Es wir heute noch in Raumanzügen und Schutzmatten z.B. für die ISS verbaut.

Auf dem Bild des Druckanzuges oben rechts, sieht man diverse Drahtseilsysteme mit Umlenkrollen im Schulterbereich, die zum Helm führen und im Schritt wieder auftauchen, um vor dem Bauch zu enden. Ich konnte in den Unterlagen bisher keine passende Erklärung finden. Zum Einen soll das Konstrukt ganz offensichtlich verhindern, daß der Anzug unkontrolliert auseinanergeht, sobald er im Vakuum ist. Zum Andern verteilt er offensichtlich das Gewicht/die Kräfte die auf Arme und Körper wirken so, das sich der Astronaut besser bewegen kann.

Der Helm und Überhelm
(LEVA)

Der eigentliche Helm ist eine Blase aus klarem Polycabonat die mittels eines Bajonettanschlußes mit dem Druckanzug verbunden ist. An der linken Seite hat er ein Ventil zur Druckregulierung. Ein ähnliches Ventil findet sich auch am Druckanzug, da Helm und Anzug getrennte Druckkreisläufe haben. Benötigt wird es um die Menge an benötigtem Sauerstoff zu minimieren! Außerdem wird der Anzug mit geringerem Druck belegt, um dessen Beweglichkeit zu verbessern.
Im CM oder LEM reicht dieser Helm vollig aus.

Für Außeneinsätze wird über diesem Helm ein Überhelm mit eingebauten Visieren und Micrometeroiten- sowie Strahlenschutz getragen. Dieser als LEVA bezeichnete Helm verfügt, von innen nach außen, über ein klares Polycarbonatvisier, mit UV - und Strahlenschutzbeschichtung, ein vergoldetes Sonnenschutzvisier, zwei seitliche Blendschutzvisiere und ein mittlers Blendschutzvisier mit Klappe zum hochklappen. Letzteres ist in der äußeren Schutzschale des Helmes verbaut und fehlt bei der Modellfigur leider.
Die Blendschutzvisiere wurden nach der Apollo 12 Mission ergänzt, da die Astronauten einen fehlenden Blendschutz moniert hatten.
Die Helmschale ist mit dem Beta-Material bezogen um diesen gegen Micrometeroiten zu schützen, außerdem reduziert sie die Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung.
Zur Figur

Die Astronautenfigur von Hobby Master gibt Cene Cernan wieder wie er mit Apollo 17 als letzter Mann den Mond verließ.

Der Charakterkopf von Cap. Cernan ist sehr gut getroffen, hat aber etwas weniger graue Haare als das Original, wie man auf den Bildern sehen kann. Das macht aber nichts, denn solange er seine Snoopy Kappe trägt, sieht man die sowieso nicht!
Der Anzug ist in seinen Details weitgehend korrekt wiedergegeben, allerdings hat sich HM gespart den Unteranzug komplett zu erstellen. So hat die Figur nur eine Art Hemd an, was den sichtbaren Teil zwar abdeckt, der Figur aber die notwendige Leibesfülle verwehrt, um den Anzug originalgetreu aufzufüllen. Da es sich im Original um einen Druckanzug im Vakuum des Alls handelt, ist dieser aufgebläht wie ein Ballon. Das er nicht die Ballonform annimmt, ist seiner Bauweise geschuldet! Die Beweglichkeit der Astronauten hing sehr vom Innendruck des Anzuges ab und dieser konnte daher reguliert werden.

Um der Figur den passenden Look zu geben, ist es bei der Modellfigur nicht mit aufblasen getan! Da muß man schon handfestere Methoden anwenden. Ich hatte die Idee mir einen papierbeschichteten Aluminiumfaltschlauch aus dem KFZ-/Elektro-Bedarf zu besorgen, der einen Durchmesser von ca. 3cm hat. Diesen kann man passend zuschneiden und über die Arme und Beine des Figurenkörpers schieben. Dabei müssen die Gelenke frei bleiben, damit die Beweglickeit weiterhin gewährleistet ist. An den Armen reicht ein dünnerer Schlauchtyp von 2,5cm Durchmesser, den man von der Schulter her bis zur Häflte des Unterarmes an einer Seite aufschneidet. Der Schlauch kann dann, mit der Schnittseite nach innen, über den Arm geschoben und durch Biegen und Drücken der Armform angepasst werden. Er bleibt auch gerade soweit beweglich wie es ein echter Astronautenarm war.

An den Beinen muß die Rhhrlänge bis zum Anzugente, also auch bis in die Schmitt-Boots hinein reichen! Das bedarf etwas Geschicklichkeit und einem passenden Hilfsmittel, das weder spitz noch scharf sein sollte, aber dünn genug, um den Anzug in die Stiefel zu schieben. Anhand der Bilder oben sieht man das die Haltung der Astronauten beim Stehen oder gehen der eines Gummibärchens ähnelt. Das liegt daran, das die Arme, bedingt durch den inneren Wiederstand des Anzuges, in eine ausgestreckten Haltung vor dem Oberkörper gehalten wurden. Jede andere Haltung bedeutete Kraftaufwand und wurde daher vermieden.
Der Einsatz der Aluminiumfaltschläuche ermöglicht diese Haltung gut zu immitieren. Zusätzlich bewirkt deren Eigenwiederstand eine, dem Original sehr nahekommende, steife Haltung und das Biegen in eine passende Position, ohne daß sich diese mit der Zeit verändert. Die Gelenke der Figur alleine könnten dem nicht dauerhaft standhalten! Zudem füllen die Schläuche den Anzug gerade soviel, das er wie ein echter Raumanzug wirkt, ohne zu prall zu sein.


Die Anschlüsse der Versorgungsleitungen

W
ie bereits oben erläutert wird das PLSS und das Oxygene Purge System über Schläuche und Kabel mit dem Anzug verbunden.
Dabei werden Ankommende Anschlüsse blau markiert und Abgehende rot.
 Der
A-7LB-EV Anzug hat , wie man auf dem Bild mit dem Unteranzug oben rechts gut erkennen kann zwei rote und vier blaue Anschlußpunkte. Dabei handelt es sich um eine Art Bajonettanschluß, der durch einschieben des Schlauchteiles und drehen der Anschlußmuffe befestigt wird. Dabei ist das System so konstruiert, das es den Durchfluß erst öffnet, wenn der Schlauch befestigt ist!

Die oberen Anschlüsse sind dabei für Gase wie Atemsauerstoff, während die unteren Anschlüsse für Kühlwasser vorgesehen sind. Der kleiner blaue Anschluß rechts oben ist die Notsauerstoffzufuhr des 
Oxygene Purge System (welches auch für kurze Außenbordeinsätze am CM oder beim Ein- undAausteigen aus dem LEM genutzt wurde).
Bei der Figur kommen leider alle Schläuche unten aus dem PLSS. Im Original gehen sie aber oberhalb der Gürtellinie seitlich aus dem PLSS ab. Dabei ist das Kabel der Fernsteuerungseinheit, die vor der Brust getragen wird, von vorne gesehen auf der linken Seite und ziemlich mittig am PLSS angeschlossen und führt von dort, unter dem rechten Arm entland zurlinken unteren Ecke der
Fernsteuerungseinheit. Dort ist es schräg /diagonal angeschlossen und nicht rechtwinklig von unten, wie bei der Figur.
An der Figur kommt diese Verbindung fälschlicherweise aus der linken unteren Ecke des Purge System! Das ist aber eigentlich der Notsauerstoffschlauch, welcher am Rücken entlang, unter dem linken Arm hindurch, zum oberen, blauen Anschluß führt!!

Das ebenfalls aus der linken unteren Ecke des Purge System entspringende dünne Kabel wird mit dem mechanischen Auslösemechanismuß an der Fernsteuerung verbunden. Der Anschluß ist beim Modell aber viel zu klobig! Ich habe in den Schlauch einen dünnen, isolierten Draht eingesetzt und als Anschluß wurde eine sehr viel dünnere, passende Endverbinderhülse aus dem Elektrobedarf angepresst. Man suche eine die schön über den Anschluß an der Fernsteuerung passt und quetsche sie dann zur Hälfte am Kabelende fest!

Der dickere Notsauerstoffschlauch ist da schon etwas komplizierter. Da er zu kurz ist um über den Rücke zum Anschluß geführt zu werden, mußte ich ihn abtrennen, indem ich die Vernähung auftrennte. Den Schlauchüberzug kann man dann als Überzug für den Kabelstrang vom PLSS zu Fernsteuereinheit nutzen (was er ja auch bisher ist, nur das er am PLSS abgeht).
Aus einem Stück Tyvek®-Stoff, den ich von einen Einwegoverall gewonnen habe, have ich dann einen Ersatz genäht. Dazu sollte man mit einer Nähmaschine umgehen können oder jemanden kennen der es kann! Das Schlauchstück läßst sich auf links gedreht gut vernähen und muß dann nur gewendet werden. Mit sehr kleinen Stichen arbeiten! Innen hinein kann man dann ein maximal 5mm dickes Kabel mit guten Biegeeigenschaft schieben oder auch einen Aluminiumdraht. Die originalschläuche waren 1,24 inch dick was ziemlich genau 5mm im Maßstab 1/6 entspricht, hinzu kommt noch der weiße
ITMG-Schlauchüberzug der alles auf rund 6,5mm verdickt. Das Innenmaß für den weißen Überzug sollte also ca. 6,5mm nicht überschreiten.
Die an der Figur verwendeten Anschlüsse der Schläuche sind nicht originalgetreu. Oben auf den Fotos kann man sehen, das alle in den entsprechenden Farben eloxiert waren, um Verwechslungen zu vermeiden und außerdem waren sie abgerundet! Der unter rote anschluß hatte zudem noch einen kugelförmigen Griff der das Anschließen erleichtern sollte. Ob die anderen Anschlüsse ebenfalls solche Griffe hatten ist nicht zu erkennen, da sie mit dem
ITMG- Überzug abgedeckt sind. Und genau der Rettet uns den Tag. Man fertige für jeden der Anschlüsse einen solchen Überzug aus Tyvek®-Stoff und erspare sich so den Umbau und die Lackierung der Anschlußstücke, es sei denn man ist Nietenzähler! Die schleifen die Teile korrekt zu, lackieren sie erst silbern und dann mit transparentem Blau oder Rot um anschließend den Überzug darüber zu ziehen!

Um alle Schläuche korrekt mit PLSS und
Oxygene Purge System korrekt zu verbinden müssen allerdings alle beide Umgebaut werden. Wer sich nun scheut das PLSS und Oxygene Purge System hart anzufassen der kommt leider nicht weit.
Das schöne ist, man kann es zerlegen und zwar so das es auch wieder zusammengebaut werden kann! Allerdings braucht es Mut und Fingerspitzengefühl ebenso wie geschickt dosierte Kraft. Das
Oxygene Purge System ist auf dem PLSS Tornister oben aufgeklebt. Beide bestehen aus Venyil Kunststoff und sind elastisch. Der Stoffbezug ist mit Klettverschlüssen befestigt, kann aber am Überganng zu Oxygene Purge System unbeabsichtigt mitverklebt sein. Hier sollte man Vorsicht walten lassen!
Das OPS läßt sich durch vorsichtiges Biegen in alle Richtungen langsam lockern und wird bei entsprechender Beharrlichkeit früher oder Später nachgeben. Erst dann kann man den Überzug von beiden Geräten abnehmen!
Die Schläuche sind am unteren Ende des PLSS eingeklebt. Dabei sitzen die Schläuche auf einen Kunststoffteil, welches unter dem elatischen Abdeckteil eingeklemmt ist. Das Abdeckteil wiederum ist festgeklebt, gibt aber bei vorsichtiger Bearbeitung nach und dann lassen sich alle Schläuche samt Verbindungsteil herausnehmen. Das ermöglicht es nun die Schläuche, mit samt der Anschlußverbinder, zu trennen und durch bohren von Löchern in die Rückenwand des PLSS zu verpflanzen! Das wäre der einfachere Weg.
Wer es originalgetreuer haben will nimmt das PLSS als Schablone und erstellt aus Plastikkarten zu 2-3mm Stärke die PLSS-Verkleidung neu. Als Gestaltungshilfe kann man die Bilder oben nutzen!
Zu beachten ist hierbei aber, das im Modell der exteren Gastank nur als mit Watte gefüllter Überzug angedeutet ist! Hier sollte ein fester Tank rein, der im PLSS unten befestigt ist. Dazu hat das PLSS Gehäuse unten eine Ausbuchtung (wie auf den Bildern des Trainings-PLSS von H. Schmitt zu sehen) in dem der Tank steckt und befestigt ist.
Da der Überzug diese Ausbuchtung nicht hat muß er an dieser Stelle umgeschneidert werden, was etwas aufwändiger ist. Daher sollte man zuerst einen neuen PLSS Tornister erstellen, dessen Rückenseite offen ist (wie beim Original), um dort die Schläuche anzuschließen.
Da das PLSS später wieder unter dem Überzug verschwindet kann man improvisieren und die Teile außen aufkleben.
Den bestehenden Überzug ändert man indem man den Tanküberzug von der Watte befreit und soweit aufschneidet das er über den Tank paßt.

Die hier veröffentlichten Beiträge sind geistiges Eigentum des Verfasseres und unterliegen dem Urheberrecht. Eine Vervielfältigung auf welche technische Art und Weise auch immer, Veränderung und/oder Nutzung ohne das ausdrückliche schriftliche Einverständniss des Verfassers ist unzulassig und verstößt gegen geltendes Recht und ist daher verboten!
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