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Bismarck 1/200
Umbau

Autor Th. Schrecke 2019

Alle Modellbilder Copyright © Thorsten Schrecke
 2019

Anfang 2019 kam von einem Abo-Anbieter das Deutsche Schlachtschiff  Bismarck im Maßstab 1/200 als Abo-Bausatz zum Zusammenschrauben, mit Metallrumpf aus Einzelsegmenten und Aufbauten aus Kunststoff heraus. Das wirklich Neue an dem Modell war neben dem exorbitanten Gesamtpreis von ca. 1800,-€ für 140 Ausgaben und er damit verbundenen absurd langen Wartezeit von 140 Wochen bis zur Fertigstellung, die Tatsache, daß man das Modell mit ferngesteuerter Schiffsartillerie und Beleuchtung ausgestattet hat.

Das allein rechtfertigt den enormen Preis aber nicht und so kam man auf den "genialen" Einfall den Rumpf aus einzelnen Segmente in Zinkdruckguß herzustellen. Leider haben die Segmentübergänge deutliche Kanten, die es beim Original so nicht gibt und außerdem dürfte das Modell bei 125cm Rumpflänge ein nicht unerhebliches Gewicht haben. Es benötigt damit mehr als ein Regalbrett an der Wand.

Allerdings gefiel mir die Idee der Beleuchtung und der beweglichen Schiffsartillerie, die bei den Hauptwaffen sogar eine Rückstoßfunktion neben Heben und Drehen beinhaltet. Zudem sind die Schiffsschrauben beweglich und es gibt ein Geräuschmodul.
Das schöne war, daß schon mit der 2. Ausgabe der Anton Turm, mit der darin enthaltenen Mechanik, inklusive Motor, zum relativ günstigen Lockpreis von 6,99€ angeboten wurde. Ein Angebot das ich nicht ausschlagen konnte.

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So sieht der Anton Turm aus dem Sammelabo aus wenn er nach Plan montiert ist.


Wer sich mit der Bismarck etwas auskennt, der weiß das Trumpeter das Schiff schon vor einigen Jahren als verhältnismäßig gut detailliertes Kunststoffmodell heraus gebracht hat. Vorteil dieses Bausatzes ist der Rumpf, welcher in einem Teil ausgeführt ist. So sollte das bei einem Schiff eigentlich auch sein. Nachteil ist die dadurch erhebliche Kistenlänge von 130 cm. Das wiederrum wird vom moderaten Preis von unter 300 € wetgemacht.

Zudem haben ettliche Zubehöranbieter, darunter auch Trumpeter selbst, fast alles an nachrüstbaren Teilen im Angebot was man braucht um aus dem Bausatz ein superrealistisches Modell zu bauen. Beginnend bei gedrehten Rohren für alle Kanonen, Kanonenhosen aus Resin, Ätzteile, die diverse filigrane Kunststoffteile ersetzen oder ergänzen und 
E-Meßhauben mit offenen Luken für die Haupt- und Sekundärgeschütze. Letztere sind eine gute Geldanlage, wie übrigens die meisten andern Teile auch.
Ich habe mir schon vor einem Jahr den Bausatz und das gesamte Ätzteilesortiment sowie viele der Resin-Umbauteile besorgt. Alle zusammen haben mich nochmals ca. 200,-€ gekostet, was ich damals als durchaus happig ansah. Im Vergleich zu dem damals angebotenen Holzbausatz der Bismarck war der Preis aber immer noch 400,-€ günstiger und die Details einfach um Längen besser! Vor allem mußte man den Rumpf nicht erst aus streichholzdicken Leisten aufbauen!!

Aus Zeitmangel und Platzmangel liegt der Bausatz seitdem im Lager und wartet auf seine Zeit. Das könnte sich nun als Glücksfall erweisen, denn schon beim Kauf des Modells schwebte mir vor was es nun als Abo zu kaufen gibt, eine funktionierende steuerbare Schiffsartillerie! Die Beleuchtungselement sind Kinderkram, die kann man relativ einfach mit LEDs in unterschiedlichen Farben und Größen realisieren, die Mechanik für die Geschütze ist da schon eine echte Herausforderung. Der Platz im Geschützturm ist begrenzt und selbst wenn man die Mechanik nach unten in den Rumf auslagert, so muß man sie erst mal entwickeln! "Faulheit ist eine Tugend, denn sie zwingt zum Denken!" hat irgend ein weiser Mann mal gesagt und wenn nicht der, dann ich.

Ich habe mir dann mal 4 der Anton Türme gekauft, denn Erstens sind sie mit 6,99€ nur halbsoteuer wie die Bruno- ,Cäsar-, Dora-Türme, welche irgendwann viel später mal im Abo herauskommen, und Zweitens hat der Anton Turm keine E-Meßhauben. Stimmt nicht ganz, der Anton Turm wurde im April 1941 in Gotenhafen ungebaut und die
E-Meßhauben entfernt, davor hatte er sehrwohl die E-Meßhauben. Vermutlich waren diese aber der Gischt ausgesetzt und daher meist unbrauchbar, weswegen zuvor in Kiel ein E-Meß-Drehhaube auf dem vorderen Kommandostand eingebaut worden war.
Daher waren am Turm die "Ohren" abmontiert und Öffnungen verschlossen worden.

Das bedeutet im Modell, daß der Anton Turm eine Art Universalturm ist. Wir erinnern uns, die E-Meßhauben sind im Bausatz bereits enthalten und es gibt sie als Zurüstteil aus Resin mit offenen Luken. Am neu gekaufen Turm fehlen sie aber bereits und müssen theoretisch nur ergänzt werden.

Soweit die Theorie, denn nachdem ich den ersten Turmbaustz probeweise montiert hatte, zog ich die Teil aus dem Bausatz zum Maß- und Detailvergleich hinzu. Und dabei eröffnete sich mir, daß der neue Turm nicht nur länger war, sondern die Krümmung der Rückwand war auch eine andere. Was nun folgte kennt jeder Modellbauer. Die Kalibrierungsjagd könnte man es nennen. Den Vergleich aller bekannten sicheren Maße und Details. Im Verlauf fand ich noch ein Detail das eigentlich ein großes Fragezeichen aufwarf. Warum war der Turm-Führungsring beim Fernsteurmodell konzentrisch zur Turmmitte? Eine Frage die sich wohl abschließend erst klären läßt, wenn die nächste Baustufe zu diesem Turm erscheint, was noch bis Ausgabe 10 dauern wird.

Derweil beschäftigt mich die Adaption der Richtmechanik im Turm, mitsamt dem Rückstoßantrieb. Die Kanonen kamen mir zuerst zu kurz vor, bis ich realisierte, daß die fehlenden 5mm der Rückstoßweg waren und die Kupplungsscheibe, welche diesen auf die Kanonen überträgt, in der hintern Totpunkt Stellung war!
Erfreulicherweise waren die Kanonen aus Metall, leider aber nicht gedreht, was leichte Grate an den Seiten beinhaltet. Wer die Möglichkeit hat kann sich die gedrehten Zubehörgeschützrohre aus Messing von CMK besorgen und diese passend abdrehen. Leider zwingt die Rohrführung dazu den hinteren Absatz der Kanonen zu entfernen und es ist nötig das passende Gegengewicht für den verbauten E-Motor einzubauen. Daher sind die Alu-Rohre von Trumpeter etwas zu leicht. Zudem sind die Mündungen der Messingrohre tiefer eingebohrt, was besser aussieht, sofern man sie nicht sowieso abdeckt.

Die Turmfrage bewegte mich außerdem, nach dem Längenvergleich, zu prüfen ob die Richtmechanik nicht in den Bausatzturm implantiert werden kann. Das Ergebnis überraschte mich dann doch, denn die Rohrwiege paßt tatsächlich genau in die Halterungen des Trumpeter Modells, allerdings muß man die mittleren Halterungen nach außen verlegen und zwar auf der jeweiligen Gegenseite. Die Halterungen haben unten eine Führungskante, die asymmetrisch ist und nur wenn man sie spiegelverkehrt verbaut paßt die Rohrwiege exakt dazwischen. Die äußeren, überflüssigen Teile kann man dann zur Verstärkung noch von außen aufdoppeln. Vorher muß aber der Turmboden gemäß dem Vorbild Turmboden ausgespart werden. Es empfielt sich aber den Turm-Drehpunkt vorher auf eine Schablone zu übertragen, da man diesen ebenfalls auscheidet. Die Schablone wird dann später genutzt um den Turm wieder zu zentrieren!

Am Ende kann man dann die Bausatzteile normal weiter verbauen. Nur was unter den Turm kommt muß dann entsprechen angepaßt werden. Aber dazu mehr sobald die Teile, bzw. die Bauanleitung dazu vorliegt.

Im Laufe der nächste 140 Wochen werde ich mir daher die Vorschau auf der Internetseite genau ansehen und mir die Bauanleitungen herunterladen. Da diese immer einige Zeit vor der Veröffentlichung online stehen, kann am nur die Teile/Ausgaben ordern die man braucht. Dabei erhält man natürlich auch das ein oder andere überflüssige Bauteil, was aber nicht weiter stört, denn in Summe sollte die Elektronik so günstiger kommen als eine komplette Eigenentwicklung.
Und da ich derzeit nicht die Zeit habe die Bismarck zu bauen, sammele ich mir die notwenigen Bestandteile erst einmal zusammen, checke deren Funktion und überlege mir wie sie adaptiert werden können.
Am Ende habe ich dann hoffentlich ein Kunststoffmodell das nicht nur alle Details beinhaltet, sondern auch die Geschütze drehen kann und zwar ferngesteuert.

Parallel wird die Recherche der exakten Schiffskonstellation zu dem von mir angestrebten Bauzustand/Zeitpunkt weiter recherchiert, denn wie sich gezeigt hat war die Bismarck bis zu ihrem Ende noch eine vitale Baustelle mit vielen sichtbaren Änderungen. Daher ist es wichtig sich vor Baubeginn für einen Zeitpunkt und eine Lackierung zu entscheiden.
Das Metallmodell wird z.B. in der beliebten und optisch ansprechenden Mehrfarbtarnung mit aufgemalter Bugwelle und Zickzackstreifen geliefert und als Version beim Untergang beschrieben. Fakt ist aber, daß die Bismarck diesen Anstrich nur bis zum 21.Mai 1941 beim Einlaufen in Grimstadfjord bei Bergen hatte. Beim Auslaufen war dieser Anstrich gegen einen einheilich dunkelgrauen Anstrich ersetzt worden. Vermutlich weil die "Bunte Kuh" dem Feind einschlägig bekannt war und man sich erhoffte als "Graue Maus" ungesehen ans Ziel zu kommen.

Es war nicht das erste Mal das man das Überwasserschiff in Teilen oder ganz umlackierte. Es gehörte bei der Marine zur Taktik den Feind durch eine Änderung der Silhouette und des Anstriches zu verwirren und sich als anderes Schiff auszugeben. Daher wurden ganze Schlachtschiffe quasi über Nacht umgefärbt und meist dann wenn man sich sicher war das man unbeobachtet war.


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Links der "Abo"-Turm  und rechts der Trumpeter Turm aus dem Bausatz. Der linke ist deutlich länger!  Auch ist der Radius der Rückwand flacher. Ansicht von unten.  Der "Abo"-Turm hat einen konzentrisch versetzten Barbettenring, wahrscheinlich ein Messfehler dem auch die Turmlänge zu verdanken ist.
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Beim Trumpeter Modell sind die Geschütze, vorbildgetreu, getrennt in zwei Geschützwiegen angeordnet. Die beiden inneren Wiegenhalter haben eine Feder die in die Nut am Boden greift und nur die halbe Materialstärke dick ist.
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Bodenplatte und Rohrwiegenteile mit dem "Abo"-Geschützteil Die mittleren Wiegenteile werden spiegelverkehrt nach außen verlagert. Dadurch entsteht eine Erweiterung der Wiegenweite (Pfeil).
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Nun paßt das "Abo"-Geschützteil exakt zwischen die Wiegenhalter. Achtung vor dem Kleben muß erst noch der Boden entsprechend dem "Abo"-Teil Boden ausgespart werden!
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Hier gut zu sehen das die Teile sauber passen Die fertig montierte Rohrwiege mit Motor für den Rückstoß.
Jetzt wird deutlich warum der Boden ausgespart ist und selbiges auch beim Bausatzteil erfolgen muß.
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Beim "Abo"-Geschütz wird die Wiege beim aufsetzen der Turmoberseite geschlossen und alles  verschraubt. Bausatz-Turmoberseite auf "Abo"-Unterseite. Hier wird deutlich das der Turm ca. 4mm zu lang ist.
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Vergleich der Rohre. Ganz oben das Alurohr von Trumpeter, dann das Messingrohr von CMK und schließlich das Zinkdruckgußrohr aus dem Abo-Kit mit Wiegenmechanismus. Der montierte Anton Turm wie er aus dem Abo-Kit hervorgeht.
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Um die Leiter nicht direkt an den Turm zu kleben und einen kleinen Luftspalt zu erhalten habe ich mir eine Lehre aus einen Plastikstreifen gefertigt und mit Klebefilm befestigt. Der Klebstoff wird von innen aufgetragen, das vermeidet häßliche flecken und unnötige Nacharbeit. Um den Brono Turm oder einen der beiden anderen Türme zu erstellen braucht es nur die EM-"Ohren" aus dem Bausatz. Da die Abdeckfläche am Turm nicht den gleichen Umriss hat sollte man sie vorher wegschleifen.
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Die mit den CMK-Rohren gelieferten EM-"Ohren" sind offen und können mittels Ätzteilen wahlweise offen oder geschlossen dargestellt werden. Ebenfalls im CMK-Zurüstsatz enthalten sind die Rohrhosen, die aber für das bewegliche Geschütz nicht geeignet sind.
Man kann sie aber über die Rohre schieben wenn das Modell ruht.

Seit dem letzten Eintrag ist nun gut ein halbes Jahr vergangen. Die 75. Ausgabe ist dieser Tage erschienen und das Metalmodell ist halbfertig, wenn man das so sagen kann, denn im klassischen Modellbauersinn ist der Rohbau halbfertig. Durch die relativ wirre Folge an Teilen, mal gibt es ein Stück Rumpf mal einige Aufbautenteile oder Elektronik, ist ein Modellbau in geordneter Struktur eigentlich erst nach lieferung der letzten Ausgabe sinnvoll.
Aus meiner sicht wäre es wirklich sinniger erst die Runpfteile, dann das Deck und abschließend die Aufbauten auszuliefern. Zum einen macht es keinen Sinn ein Deck zu bauen wenn der Rumpf noch nicht komplett ist. Andererseits sind die Aufbauten mit all den Ätzteilen relativ filigran und schwer zu Lagern und auch auf das Deck zu montierenn nachdem sie bereits fertig montiert sind. Außerdem ist der Einbau der Motoren und Regeltechnik mit bereits montiertten Aufbauten fast unmöglich.
Aber der Reihe nach vom Bug zum Heck. Aus Sicht der Anbieter dient das Mischmasch an Teilefolge dem Marketing. Es soll die Kunden neugierig und bei der Stange halten, als ob jemand nach 20 gekauften Ausgabe einfach aufhört. Wer erst einmal dabei ist macht auch bis zum Ende weiter. Für mich bedeutet es aber genau zu beobachten welche Teile ich doppelt benötige und welche Ausgaben überspringen kann. Das ist schon fast Arbeit und klappt nur bedingt gut, obwohl mein Zeitugshändler da gut mitmacht.
Im Laufe der Zeit habe ich das ferngesteuerte Metallmodell zu schätzen gelernt und mich entschlossen es komplett zu bauen. Ich mußte anerkennen das es sich um ein gut gemachtes Modell handelt mit vielen technischen Details, die mir am Anfang nicht bewußt waren. Da der Hersteller es versäumt hat dies im Vorfeld richtig zu komunizieren und mit Salamitaktik nur scheibchenweise die Baustruktur des Modells zu erkennen gibt, ist es wirklich schwer das Gesamtbild der Konstruktion zu erkennen. Hier hat sich der Hersteller, meiner Meinung nach, selbst geschadet. Hätte man zu Beginn die gesamte Konstruktion offen gelegt und dem Kunden den gesamten Umfang gezeigt, z.B. anhand einer bebilderten Bauaunleitung, wären siche mehr auf das Abo eingestiegen. So hat man die Katze im Sack bekommen und weiß bis zur Mitte noch immer nicht wie das große Ganze aussieht.

Derzeitiger Stand ist das der Rumpf bis zu Mitte auf Kiel gelegt ist. Die Teile passen gut und sind einfach zu montieren. Alle Teile sind vorlackiert und müssen dementsprechend sorgsam behandelt werden. Auch kommt es leider vor das die Lackierung nicht hält oder die Linen nicht passgenau lackiert wurden. Hier hilft nur zurückgeben und solange ein neues Teileinfordern bis es paßt!

Allerdings ist der Rumpf nicht seetauglich, denn er leckt wie ein Sieb! Hält man ihn gegen das Licht sieht man auch warum. Die Plattenstöße haben an den Kreuzpunkten Spalte. Nun ist das Modell nicht  als schwimmfähiges Fernsteuermodell konzipiert. Bei dem Metallrumpf läge es vermutlich auch sehr tief im Wasser, selbst wenn der Rumpf dicht wäre. Auch sollte man mit der endgültigen Verschraubung der Rumpfteile warten bis dieser komplett ist. denn noch weiß niemand welche Überraschungen sich die Konstrukteuere für das Heck ausgedacht haben. So muß man immer damit rechnen Teile eventuell noch einmal zu lösen. Bisher fehlen nämlich jegliche Spante die den Rumpf quer zur Fahrtrichtung stabilisiert. Ganz ohne die wird es aber nicht gehen, denn der Rumpf ist jetzt schon einige Millimeter breiter als das Deck, mit Tendenz zum auseinanderstreben. Bei RC-Rümpfen wird hier ein durchbrochenes Unterdeck und eine anzahl Schotten eingebaut. Da tiefgezogene Rümpfe noch weicher sind ist das unerläßlich. Die Schotten schützen dann auch die Elektronik vor eventuell durch die Stevenrohre eindringendes Wasser. Bei dem Metallrumpf ist das zwar nicht notwendig, aber derzeit liegt das Deck einfach auf und es gibt kein Anzeichen einer wie auch immer gearteten Fixierung.

Schön ist das man Rumpfstützen mitliefert. Nicht schön das diese erst kommen wenn der Rumpfabschnitt bereits fertig gestellt ist!
So hängt der Mittelteil derzeit seit gefühlten 20 Ausgaben eine Sektion weit über. Einzig die Bugstütze verhindert das das Schiff nach achtern kippt. Mit Ausgabe 76 soll dann eine weiter Stütze kommen. Hoffentlich braucht die nächste nicht wieder so lange.
Ich habe mir gleich am Anfang eine Helling gebaut, ein Brett (MDF) etwas breiter und länger als das Modell. Darauf eine Mittellinie gezogen und entlang dieser die Stützen montiert.Vorher habe ich die Auflagefläche des Rumpfes auf den Stützen mit weichen Schaumstoff aufklebern beklebt, um ein Verkratzen des Rumpfes beim wiederholten herausnehmen zu vermeiden! Da diese Auftragen, also eine bestimmte Dicke haben, verändert sich so deren Postion am Rumpf geringfügig. Daher sollte man den Rumpf auf die Stützen stellen, diese genau positionieren und auf dem Brett anzeichnen. Dann den Rumpf entfernen und die Stützen am Brett anschrauben. Jetzt hat man eine stabile Arbeitsgrundlage, die man später auch für den Plastikbausatz nutzen kann. Das fertige Metallmodell sollte schließlich am Ende einen schönen Ständer erhalten. Die Helling ist also nur ein Provisorium.

MIt den Decksegmenten kamen auch die Aufbauten und die Türme der 38cm Hauptartillerie "Anton" und "Bravo", sowie die 10,5cm Türme. Die Schwere Artillerie verfügt über eine, oben schon gezeigte, Seiten- und Höhenrichtbarkeit, sowie einen simulierten Rohrrücklauf. Bei der Mittleren Artillerie beschränkt sich die Beweglichkeit auf gesteuerte Seitenrichtbarkeit und manuelle Höhenrichtbarkeit.  Will man dies in das Trumpeter Kunststoffmodell übertragen sollte man nicht nur die Mechanik und Elektronik sondern die gesamte Babette übernehmen. Da an ihr die Komponenten für den Antrieb befestigt sind. Es ist möglicherweise sogar sinnvoll das gesammte Deck zu nutzen.
Bei der Mittleren Artillerie verhält es sich genauso. Besonders da die Seitenrichtmotoren auf der Deckunterseite mit dem Deck fest verbaut sind, wäre eine Übertragung auf das Plastikmodelldeck vermutlich sehr aufwändig.
Derzeit habe ich diese Teile noch nicht verglichen, daher ist diese Einschätzung noch vorläufig!

Wie sich zeigte ist die Artillerie nicht das einzige was sich dreht. Auch die EM-Stationen auf dem Brückenaufbau und dem Turm sind mittels E-Motoren steuerbar.
Außerdem gibt es eine funktionierende Ankerwinde. Auf die man sicher verzichten könnte, aber wenn sie schon da ist sollte man auch sie in das Plastikmodell übernehmen. Die Anker sind allerdings etwas Groß, genau wie deren Befestigungsösen. Da hilft der Trumpeter Nachrüstsatz in dem auch Geschützrohre und Schraubenpropeller enthalten sind.

Die Aufbauten und damit verbundenen Details aus Ätzteilen sind beim Metallmodell sehr gut gemacht. Die Ätzteile sind zum Teil schon vorgebogen und lackiert, was deren Montage erleichtert. Allerdings sollte man dami wirklich warten bis der Rumpf komplettiert ist. Leider kommen alle diese Teile immer schubweise im Anhang mit anderen Teilen, so das man sie im original Blister mit Ausabennummer versehen sicher verwahren sollte. Auch wenn man die Aufbauten umlackieren möchte, denn die Schwarz weiße Tarnung ist hier nicht aufgebracht, sollte man mit den Ätzteilen erst nach dem Lackieren beginnen.
Die Aufbauten sind aus grauem ABS und nicht Lackiert. Um ein Ausbleichen durch das Tageslicht zu vermeiden sollten sie unbedingt noch lackiert werden. Auch weil der Farbton nicht ganz korrekt ist.

Im Aufbautenbereich sind zahlreiche LEDs verbaut als Positionslichter, Innenbeleuchtung etc. Die kann man günstiger einzeln Im Elektonikhandel erstehen. Allerdings sollte man sich die verbauten Stecker gleich mitbesorgen und die jeweilige Nummerierung auch anbringen, denn alles muß später auf der Hauptplatine seinen Platz finden! Auch sind an den LEDs keine Vorwiderstände verbaut, die sitzen auf der Hauptplatine und sollten dann auch zur LED passen! Besonders bei grünen und roten LEDs sollte man das vorher überprüfen bevor man die Platine unter Strom setzt.
Da diese Platine derzeit noch ein gut gehütetes Geheimnis ist und sicher aus Kostengründen erst ganz an Ende geliefert wird kann man sich damit noch Zeit lassen.

Bisher kann ich sagen das die Machart und Qualität des Metallmodells sehr gut ist, wen auch verbesserungsfähig. Einen direkten vergleich mit dem Trumpeter Pastikbausatz verbietet schon der Preis. Größte derzeit ungelöste Schwäche ist der Inkorrekte Hauptgeschützturm auf allen vier Stationen. Wie oben detailliert beschrieben. Da sich auch beim "Bravo"-Turm diesbezüglich nichts geändert hat, ist anzunehmen das der Hersteller das Problem aussitzt und es den Modellbauern überläßt sich eine Lösung zu überlegen.
Im Ganzen ist das Modell etwas grobschlächtiger in den Details, was teilweise der Mechanisierung und Beleuchtung geschuldet ist. Andererseits ist dies ein Bausatz für Nichtprofis die Schritt für Schritt angeleitet werden und daher auch einfacher im Detail.

Das muß den Proifi ja nicht davon abhalten sich dran zu verbeißen und das letzte heraus zu kitzeln, oder?





Fortsetzung folgt!
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