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![]() 1/48 Plastikmodellbausatz von Pegasus Hobbies |
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Der Pegasus
Hobbies Bausatz der A4 / V2 Rakete entspricht vom Modellumfang her dem
1:35 Model von Dragon/Revell. Neben dem Starttisch ist nur noch die
Rakete
enthalten. Dazu gibt es einen kleinen Wasserschiebebildersatz und einen
Fun-Sticker Klebebildersatz, der eigentlich nur für Kinder gedacht
ist und mit dem Modell nicht viel zu tun hat.
Der Steckbausatz ist, von der Teilegestaltung her, so aufgebaut, daß eine falsche Montage, selbst ohne Bauanleitung, fast unmöglich ist, da alle Teile nur in einer Position passen. Da das Modell für Anfänger ausgelegt ist, reicht ein zusammenstecken eigentlich aus. Der ambitionierte Modellbauer sollte dennoch nicht auf das Kleben verzichten, um Spalte ordentlich zu schließen und eine homogene Oberfläche zu erhalten. Wenn der Teileumfang nicht ausreichend befriedigt, der kann hier seinem Modellbaudrang durch Dioramenbau, ohne schlechtes Gewissen, voll ausleben. Denn bei dem günstigen Bausatzpreis ist der Figurensatz und das sonstige Zubehör keine allzugroße Investition. Das ist Modellbau fast wie zu Taschengeldzeiten! Der Modellbauer wird die fein gravierte Oberfläche zu schätzen wissen, gibt sie ihm doch alle Möglichkeiten der farblichen Gestaltung, die man als Profi so schätzt. Unabhängig davon, daß das Original weder sichtbare Nieten noch entsprechend breite Blechstöße hatte. Der optischen Wirkung wegen sind diese aber unerläßlich und wenn sie stören der sollte eine Lage mehr Füller aufspritzen. |
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Fakten zum Vorbild |
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| Farbgebung
der V2/A4 |
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Die Farbgebung der A4/V2 unterscheidet sich grundsätzlich in Testmuster und Einsatzmuster. Testmuster auch Versuchsmuster (V) genannt, wurden in der Regel schwarz und weiß lackiert, der besseren Sichtbarkeit und Fluglagenkontrolle wegen. Da die Starts auf schwarz/weiß Film dokumentiert wurden, zwecks Auswertung von Fehlern, wurde der höchstmögliche Kontrast gewählt. Die Schachbrettlackierung ermöglichte außerdem die einfachere Beurteilung der räumliche Lage der Rakete im Flug. Diese Form des Anstriches wurde übrigens nach dem Krieg im US-Raumfahrtprogramm bis zum Apollo-Programm weitergeführt. Die verwendeten Farbtöne nach RLM/RAL Skala sind RAL 9010 Reinweiß und RAL 9011 Graphitschwarz. Das Versuchsmuster V3 "Glückliche Reise" hatte übrigens schwarze Flossen und am Rumpf eine Schachbrettlackierung, die dem der V4 entsprach, bloß ohne die Unterbrechung im unteren Teil. Der Rumpf war also in vier Flächen aufgeteilt. Die Einsatzmuster waren in drei Grundanstrichtypen unterteilt. Diese nannten man gebatikt, geflammt und gezackt. Die wesendlichen Unterschiede erkennt man auf den Grafiken oben. Als Farbtöne verwendet wurden: Gebatikt: RAL 9001 Cremweiß, RAL 7028 Erdgrau, RAL 3039 Oxidrot, RAL 6003 Olivgrün, RAL 8017 Schokoladenbraun. Geflammt & Gezackt: RAL 9001 Cremweiß, RAL 7028 Erdgrau, RAL 6003 Olivgrün. Die letzten A4 die im Krieg Ende 1944-45 eingesetzt wurden waren, vermutlich aus Zeit und Materialmangel nur noch RAL 6003 Olivgrün gestrichen. Der Sprengkopf wurde farblich durch ein weißes oder gelbes Band vom Rest der Rakete getrennt. Entlang des gesamten Raketenkörpers waren zahlreiche Warn- & Wartungshinweise in weiß und scharz verteilt. Die Seriennummer der Rakete wurde gegen Kriegsende nur noch am Heck in weiß auflackiert. Die V2 war nach der V1 als einziges Flugobjekt im Dritten Reich übrigens ohne jegliche Hoheitszeichen gekennzeichnet. Selbst für das Hakenkreuz, welches eigentlich auf alles gemalt wurde was sich nicht gewehrt hat (und wer tat das damals schon?) fand sich auf beiden Flugkörpern keinerlei Platz. Eine Tatsache die historisch interessant ist. Bei der V2 lag es sicher daran, daß sie eine einzigartige Waffe war, so das jeder sofort wußte von wem sie geschickt wurde und das sie so schnell flog, daß niemand Ihre Hoheitszeichen je gesehen hätte. Die V1 hingegen war erheblich langsamer und wurde mehrfach abgeschossen oder von Jägerpiloten "gekippt". Aber auch für sie galt der Absender war hinlänglich bekannt und er hatte ein Monopol auf die Waffe! |
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Baubericht
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| Der Bausatz ist schnell
montiert, nicht
zuletzt seiner Steckbausatzeigenschaften wegen. Die haben aber auch
einen Haken. Einmal gesteckt lassen sie sich nur schwer, ohne
Beschädigung, wieder trennen. Zum Probepassen sollte man daher die
Steckverbinder etwas abschleifen, so das sie nicht mehr so fest sitzen.
Das Modell passt ansonsten recht gut. Für Verwender von
Sekundenkleber ist die langsam abbindende Variante sehr zu emfehlen, da
kleinere Korrekturen beim Stecken der Rumpschalen nötig sind um
einen perfekten Sitz zu gewährleisten. Wichtig ist bei der Montage die Reihenfolge genau zu beachten, da die Teile nur in dieser Reihenfolge montiert werden können. Besonders die Flossen sind hier eine Herausforderung. Es empfiehlt sich diese erst anzukleben und dann die Rumpfhäften, welche gleichzeitig mit dem Raketenoberteil verbunden werden müssen, zusammenzufügen. Der Einsatz von sehr dünnflüssigem Sekundenkleber erleichtert diese Arbeit. Indem man die Teile an der Klebestelle anschleift, sie dann zusammensteckt und anschließend den Kleber durch Kapillareffekt in die zu klebenden Spalten fließen läßt. Auf diese Weise ist das Grundmodell in wenigen Minuten montiert. Für die Nietenzähler hier ein Hinweis. Der Abstandsring zwischen Ober- und Unterteil der Rakete ist zu breit. Der Spalt darf nur ca. halb so hoch ausfallen. Mir fiel das leider erst nach der Montage auf, was mich nicht hindert darauf hinzuweisen. Durch abschleifen der Noppen auf halbe Höhe ist es allerdings nicht getan. Die Passung muß noch auf einer Seite erweitert werden, damit der Ring entsprechend höher eingesetzt werden kann. Das ruiniert dann zwar das Stecksystem aber wenn juckt das schon. Der Starttisch ist ein schönes aber vereinfachtes Accessoir und eine Mischung aus unterschiedlichen Modellen des Starttisches. Wer das Dragon Modell in 1:35 kennt weiß wo die Details fehlen und wer die Bilder oben betrachtet sieht, daß es erhebliche Unterschiede gibt. In Penemünde waren Testtische in Gebrauch, die erheblich ausgefeilter waren und für den feldmäßigen Einsatz ungeeignet. So konnte die Rakete in Penemünde mittels Kettenantrieb auf dem Starttisch um die Hochachse gedreht werden. Das macht zwar nicht wirklich Sinn war aber möglich. Im Feld brauchte man das ebensowenig wie ander besondere Justiermöglichkeiten. Hier muß der Tisch schnell und einfach aufgerichtet werden und sicher stehen, egal auf welchem Untergrund. Zusammen mit den Meilerwagen bildete der Tisch eine Transporteinhheit und mußte mit diesem beim Aufrichten der Rakete zusammenarbeiten. Der dem Modell beiligende Tisch entspricht dem im Testeinsatz befindlichen weitestgehend. Es fehlen allerdings die diagonalen Verstrebungen an jedem Bein und die Kurbelwagenheber zum waagrechten Ausrichten. Diese Teile kann wer will einfach scratch nachrüsten. Benötigt werden Rundmaterial, etwas dünner als die Hauptbeine, so ca. 1,5mm dick und vier Wagenheber aus anderen Bausätzen die entsprechend zugefeilt werden. Wenn das nicht stört, der Lackiert die Teile nach versäubern und entfetten einfach um sie anschließend zusammenzustecken, mit oder ohne Kleber. Fertig ist der Starttisch. Die Rakete wird nach entfetten und anschleifen mit 600er Schleifvlies mit grauer Filler/Grundierung vorbehandelt. Der Filler schließt kleine Spalten und Unebenheiten werden ausgeglichen. Nach dem Trocknen wieder mit Schleifvlies anschleifen, da die Oberfläche ansonsten so glatt ist, das die Acrylfarben nicht haften. Abwischen mit Alkohol ist auch nicht verkehrt, da der Filler auf Lösemittelbasis etwas "fettig" sein kann. Dann erfolgt die Endlackierung in der gewünschten Farbe. Aus Rakete und Starttisch läßt sich nun ein nettes Diorama erstellen. So kann beispielsweise eine feldmäßige Raketenartilleriestellung in Belgien nachgestellt werden. Zu Orientierung eignen sich die Bilder oben, auch wenn diese in Penemünde entstanden sind und keine Gefechtsbedingungen wiederspiegeln. Aber eine V2 mit Personal und eine Fahrzeug, z.B. Kübelwagen oder LKW, läßt sich schon auf einem Diorama von 45x45cm darstellen. Als Figuren eignen sich dafür die neuen ICM Luftwaffenpersonal Figuren hervorragend. Das Set besteht aus 7 Personen, einem Hund, einem Ersatzkanister und 2 Austauschköpfen. Die stehenden Figuren können schön zu einer Gesprächsrunde von Offizieren zusammengefasst werden, während die "Schwarzen Männer" das "Geschoß" klarmachen und mit dem Hund spielen. Die Figuren sind von sehr guter Qualität und bestehen aus Einzelteilen, so das sie leicht abgeändert werden können. Sie sind sehr Konturenscharf und daher schön zu bemalen. Für mein Diorama wird eine Feldstellung arrangiert. Auf einer ebenen Fläche einem Feld oder Wiese wird der Starttisch mit der A4 aufgestellt. Die "Schwarzen Männer" machen die Rakete zum Start klar, die noch mit Seilen gegen umkippen durch Windböen gesichert ist. Die Halterung für die Seile, die auf der Raketenspitze montiert ist, wird scratch gebaut aus einer Plastikkarte. Sie besteht aus einer runden Scheibe mit Loch und 3 Ösen, für die Seile. Die Seile sind im 45° Winkel zum Boden und im 120° Winkel zueinander abgespannt. Die Scheibe muß so beschaffen sein, daß sie, durch lösen der Seile, einfach herabfällt ohne die Rakete zu beschädigen. Da davon ausgegangen werden muß, daß die Startvorbereitungen schnell gehen mußten, hatte wohl keiner Zeit einen Steiger oder eine Leiter aufzubauen! Bildteil folgt noch. |
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